Klima

Tagebau Jänschwalde steht weiter still: Mitarbeiter geteilt

Ein Schaufelradbagger trägt Erde im Braunkohletagebau Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) ab.

Ein Schaufelradbagger trägt Erde im Braunkohletagebau Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) ab.

Foto: dpa

Jänschwalde. Nach dem vorläufigen Stopp des Tagebaus Jänschwalde ist eine Mehrzahl der Mitarbeiter für den Sicherheitsbetrieb vor Ort im Einsatz. Das teilte eine Sprecherin des Tagebaubetreibers Leag am Donnerstag mit. Rund 200 Mitarbeiter arbeiteten derzeit in den sächsischen Tagebauen Nochten und Reichwalde, etwa 70 Mitarbeiter verstärkten die Produktionsbereiche des Tagebaus Welzow-Süd. Insgesamt arbeiten eigentlich rund 700 Menschen im Tagebau Jänschwalde.

Seit dem 1. September darf in Jänschwalde keine Braunkohle mehr abgebaggert werden. Grund für den Stillstand ist ein Beschluss des Verwaltungsgerichts Cottbus. Die Richter entschieden, dass dem Betreiber keine längere Frist für eine fehlende FFH-Umweltverträglichkeitsprüfung als Voraussetzung für den Weiterbetrieb gewährt wird. Die Leag hatte eine Fristverlängerung für diese Prüfung bis Ende November beantragt.

Vorausgegangen war eine Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gemeinsam mit der Grünen Liga. Die Umweltschützer befürchten, dass Filterbrunnen im Bereich des Tagebaus besonders geschützte Gebiete wie etwa Moore gefährden.

Die Leag geht nach eigenen Angaben davon aus, dass der Sicherheitsbetrieb des Tagebaus 10 bis 12 Wochen dauert. Bis dahin sollen die fehlenden Unterlagen für die FFH-Umweltverträglichkeitsprüfung erstellt werden.