Silvester

In eng bebauten Kiezen sollen Böller verboten werden

Böller stellen eine Belastung für ruhebedürftige Menschen und Tiere dar. So will Rot-Rot-Grün nun gegen die Feuerwerkskörper vorgehen.

Feuerwerk ist schön, produziert aber Tonnen von Feinstaub. Für Tiere ist der Lärm und das Licht eine Stresssituation.

Feuerwerk ist schön, produziert aber Tonnen von Feinstaub. Für Tiere ist der Lärm und das Licht eine Stresssituation.

Foto: DAVIDS/Sven Darmer

Menschen, Tiere und Gebäude sollen mehr vor Schäden durch Feuerwerkskörper geschützt werden. Die Koalition von Rot-Rot-Grün fordert aus diesem Grund, den Verkauf von Böllern und Knallkörpern auf den 30. und 31. Dezember zu beschränken.

Ausnahmen, die in besonderen Fällen einen Verkauf ab dem 28. Dezember erlauben, sollen gestrichen werden. Der Senat wird aufgefordert, eine entsprechende Änderung im Bundesrat zu beantragen.

In dem Antrag wird zudem angeregt, in eng bebauten Kiezen, Feuerwerk und Böller mit einer lauten Knallwirkung zu verbieten. Mit dem Antrag befassen sich derzeit noch die Ausschüsse im Abgeordnetenhaus.

Enorme Feinstaubbelastung

Laut Umweltbundesamt werden jährlich fast 5000 Tonnen Feinstaub durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern produziert, der größte Teil davon in der Silvesternacht. Diese Menge entspricht etwa 17 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge.

Eine Belastung von ruhebedürftigen Menschen, wie Senioren, aber auch von Haus- und Wildtieren sei nicht länger hinnehmbar, heißt es in der Begründung des Antrags. Für Wildtiere, Hunde und Katzen seien der ungewohnte Lärm, die hellen Blitze und der anhaltende Lärm eine Stresssituation, die sie mitunter als lebensbedrohlich wahrnehmen.

In Berlin nehmen die Feuerwerke zu

In Berlin nimmt das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zum Jahreswechsel zu und damit auch die Belastung durch Feinstaub – vor allem in der Innenstadt. Eng bebaute Innenstadtlagen sollen dauerhaft und spürbar entlastet werden, so die Forderung. Denn die jetzt erreichte Menge des Feinstaubs habe ein nicht mehr tolerierbares Maß erreicht.