Wirtschaftspolitik

Potsdam wird nicht Standort der Agentur für Innovationen

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach.

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach.

Foto: dpa

Potsdam hat im Rennen um den Standort der neuen Agentur für Innovationen den Kürzeren gezogen. "Mit Potsdam und Leipzig waren zwei hervorragende Standorte im Rennen. Also gilt es sportlich, dem Sieger zu gratulieren", sagte Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) am Mittwoch. "Wir sind uns ganz sicher, dass die spannenden, innovativen Entwicklungen in der Metropolregion auch von Leipzig aus wahrgenommen werden", betonte er.

Bundes-Forschungsministerin Anja Karliczek und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) gaben die Entscheidung in Berlin bekannt. Altmaier sagte, Leipzig sei heute bereits ein "innovationspolitischer Leuchtturm" mit einer starken Wissenschaftsorientierung und guter Verkehrsanbindung. Im Gespräch waren zuletzt auch Karlsruhe und Potsdam, früher auch Berlin.

Dass Potsdam letztlich nicht überzeugen konnte, sei bedauernswert und sollte uns zugleich anspornen, betonte Peter Heydenbluth, Präsident der IHK Potsdam. Die Stärken der Region müssten besser vermarktet werden. "Eine Werbekampagne zum Erholungswert des ländlichen Raums ist hier viel zu einfach gedacht"

Der Gründungsdirektor der neuen "Agentur für Sprunginnovationen", Rafael Laguna de la Vera, hatte Leipzig empfohlen. Die Agentur soll "zeitnah" die Arbeit aufnehmen mit rund 35 bis 50 Mitarbeitern in der Zentrale. Zudem sollen "Scouts" unterwegs sein auf der Suche nach Ideen.