Tag der Demokratie

Teilnehmer ziehen singend vors Brandenburger Tor

Bei Sonnenschein sangen und tanzten die Feiernden zwei Stunden lang auf ihrem Weg vom Potsdamer Platz bis zum Brandenburger Tor.

Teilnehmer eines Flashmobs demonstrieren am Tag der Demokratie auf dem Potsdamer Platz.

Teilnehmer eines Flashmobs demonstrieren am Tag der Demokratie auf dem Potsdamer Platz.

Foto: Charlotte Bauer

„Miteinander singen, feiern und fröhlich sein“, sangen über 150 Menschen am Sonntagnachmittag anlässlich des internationalen Tags der Demokratie in Berlin-Mitte. An diesem, von den Vereinten Nationen ausgerufenen Tag soll auf diese Weise besondere Aufmerksamkeit für demokratische Werte geschaffen werden. Bei Sonnenschein sangen und tanzten die Feiernden zwei Stunden lang ausgelassen auf ihrem Weg vom Potsdamer Platz bis zum Brandenburger Tor.

Organisiert wurde die musikalische Versammlung von der Konrad-Adenauer-Stiftung und „Sing along, Berlin“. „Der Tag der Demokratie bietet uns eine besondere Möglichkeit, miteinander zu singen und auf diese Weise ein Zeichen für unsere Demokratie und das Miteinander in unserer Gesellschaft zu setzen“, sagt Melanie Piepenschneider, Leiterin für Politische Bildung der Konrad-Adenauer-Stiftung.

„Singen verbindet Generationen, Kulturen, Geschlechter“

Die Teilnehmer der Aktion begannen um 15 Uhr bei dem Mauermahnmal am Potsdamer Platz zu musizieren. Entlang der Ebertstraße zogen sie mit lautem Gesang zum Denkmal der ermordeten Juden und dem Platz des 18. März. Gegen 17 Uhr endete die Veranstaltung am Pariser Platz beim Brandenburger Tor. „Singen verbindet Generationen, Kulturen und Geschlechter“, sagt Piepenschneider. „Beim Singen kommen Menschen zu einem fröhlichen und friedlichen Miteinander zusammen.“

Bei der stimmungsvollen Demonstration trafen die Menschen jeglichen Alters und Kulturen aufeinander und haben gemeinsam gesungen und getanzt. Rund 150 Teilnehmer zweier „Sing along!“-Sommercamps aus Berlin und Chemnitz haben an der Aktion mitgewirkt. Ihr dafür selbst gedichtetes Lied „Miteinander“ haben sie auf ihrem Weg in Dauerschleife gesungen. „Der Tag der Demokratie ist meines Erachtens von wichtiger Bedeutung, denn wir müssen uns immer wieder in Erinnerung rufen, dass Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und unsere Menschenrechte keine Selbstverständlichkeit sind“, sagt Piepenschneider.

Unterschiedliche Aktionen in Landeshauptstädten

2007 wurde der Tag der Demokratie von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Ihr Ziel war es, mehr Wertschätzung und Förderung unserer demokratischen Grundsätze zu erzielen. Aus diesem Grund soll jedes Jahr am 15. September auf vielfältige Weise auf die Bedeutung von den Freiheiten und Rechten unserer Demokratie aufmerksam gemacht werden. Auch in allen anderen Landeshauptstädten Deutschlands wurde dieser Tag auf unterschiedliche Art und Weise gefeiert.