Bildung

Neue Ausbildung: Feuerwehr kooperiert mit Beuth Hochschule

Ab Oktober startet der neue duale Bachelorstudiengang „Brandschutz und Sicherheitstechnik“ an der Beuth Hochschule.

Unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung: (v.l.) Monika Gross, Andreas Geisel und Karsten Homrighausen

Unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung: (v.l.) Monika Gross, Andreas Geisel und Karsten Homrighausen

Foto: Charlotte Bauer

„Es ist wichtig, neue und innovative Wege zu gehen und jungen Menschen eine hervorragende Ausbildung zu bieten“, sagt Innensenator Andreas Geisel (SPD) bei der Vertragsunterzeichnung zur Kooperation der Berliner Feuerwehr und der Beuth Hochschule für Technik.

Ab Oktober startet der neue duale Bachelorstudiengang „Brandschutz und Sicherheitstechnik“. Für das kommende Wintersemester haben sich über 300 Personen beworben, von denen 20 für das Studium angenommen wurden. „Wir haben motivierte Menschen, und jetzt liegt es an uns, sie angemessen auszubilden“, so Geisel.

Ausbildung bei der Feuerwehr: Neue Qualifizierung angeboten

Die Idee hinter dem Konzept ist, Schulabgängern neue Möglichkeiten bei der Qualifizierung und Ausbildung bei der Feuerwehr zu bieten. Durch das duale Programm soll fächerübergreifendes Wissen mit praktischen Lerninhalten vermittelt werden – in sieben Semestern. Während der Vorlesungszeit nehmen die Studenten an den Seminaren der Beuth Hochschule teil.

Das Studium ist interdisziplinär angelegt. Das bedeutet, dass das Studium neben technischen und naturwissenschaftlichen Modulen wie beispielsweise Natur- und Ingenieurwissenschaften auch spezielle Module für unter anderem Rettungswesen/Rettungsmedizin, Personalführung und Gefahrstoffmanagement beinhaltet. „Wir haben lange und intensiv an dem Konzept gearbeitet, bis alle Anforderungen an die praxisnahe Lehre und Forschung erfüllt waren“, sagt Monika Gross, Präsidentin der Beuth Hochschule.

Feuerwehrtechnische Grundausbildung in der vorlesungsfreien Zeit

Die Ausbildung bei der Berliner Feuerwehr findet in der vorlesungsfreien Zeit statt. Dort erhalten die Absolventen beispielsweise eine feuerwehrtechnische Grundausbildung an der Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienst-Akademie (BFRA). Im Rahmen von Praktika lernen die Auszubildende auch die unterschiedlichen Dienstellen der Feuerwehr kennen.

„Die Mischung aus Theorie und Praxis macht es – davon bin ich überzeugt“, sagt Karsten Homrighausen, Landesbranddirektor der Berliner Feuerwehr. „Unser Ziel ist es, eine Ausbildung aus der Praxis für die Praxis zu gewährleisten.“ Dabei spiele vor allem die Konkurrenzfähigkeit eine wesentliche Rolle. Denn gut ausgebildete Fachkräfte seien begehrt. Auf diese Weise erhalte die Berliner Feuerwehr eine größere Sicherheit bei der Personalplanung akademisch ausgebildeter Brandoberinspektoren.

Studienabgänger gehen direkt in den gehobenen Dienst

Das Studium wird mit einer Bachelorarbeit und einer Sportprüfung abgeschlossen. Anschließend erhalten die Absolventen die Laufbahnbefähigung für den gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst und den akademischen Grad eines Bachelor of Engeneering.

Mit diesem Abschluss haben die Studienabgänger die Möglichkeit, direkt in den gehobenen Dienst der Berliner Feuerwehr als Brandoberinspektor/-in übernommen zu werden. „Berlin besitzt mit dem neuen Studiengang ein Alleinstellungsmerkmal. Wir wollen damit eine bundesweite Vorbildfunktion einnehmen“, sagt Harald Herweg, Leiter der Berliner Feuerwehr- und Rettungsdienst-Akademie.