Prozesse

Tod von Feuerwehrleuten: Prozess neu aufgerollt

Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. 

Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. 

Foto: dpa

Potsdam/Lehnin. Vor mehr als zwei Jahren raste ein Lastwagen auf der A2 in Brandenburg in eine Unfallstelle und zwei Feuerwehrleute starben: Gegen den Fahrer des Sattelzuges beginnt am 19. September nun vor dem Landgericht Potsdam der Berufungsprozess. Zuvor hatte am die "MAZ" darüber berichtet. Das Amtsgericht Brandenburg/Havel hatte den Mann wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft legte daraufhin gegen das Urteil Berufung ein. In ihrem Plädoyer hatte sie drei Jahre und sieben Monate gefordert.

Nach Aussage eines Gutachters im ersten Prozess raste der Mann am 5. September 2017 ungebremst in die Unfallstelle auf der A2 bei Lehnin (Potsdam-Mittelmark). Dabei kippte ein Feuerwehrwagen um und begrub die zwei Feuerwehrleute im Alter von 23 und 38 Jahren unter sich. Ein weiterer Feuerwehrmann (23) wurde schwer verletzt. Der Lastwagenfahrer hatte vor Gericht angegeben, möglicherweise eingeschlafen zu sein.