Keine Einsatzfahrt

Falschparkender Pizza-Polizist muss Verwarngeld zahlen

Ein Berliner Beamter hatte sein Polizeiauto auf dem Gehweg geparkt, um sich eine Pizza zu holen. Das hat nun Folgen.

Polizisten während eines Einsatzes. (Symbolbild)

Polizisten während eines Einsatzes. (Symbolbild)

Foto: Silas Stein / dpa

Berlin. Ein Berliner Polizeibeamter hat ein Verwarngeld gezahlt, nachdem er sein Dienstfahrzeug auf einem Gehweg in Moabit geparkt hat. Das teilte die Polizei am Mittwoch beim Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Ins Rollen gebracht hatte den Fall der Twitter-Nutzer "Angelo-Rad". Anfang September hatte er Fotos des falschgeparkten Polizeiautos auf dem Gehweg an der Joachim-Karnatz-Allee veröffentlicht und dazu geschrieben, er habe die Polizisten beim Verlassen einer Pizzeria auf ihr Fehlverhalten angesprochen.

Polizei bestätigt: Es gab keinen Polizeieinsatz

Wörtlich schrieb er: "Zum Pizza holen stellen sich einige Beamte (...) einfach mal aufm Gehweg in den 5 Meter Bereich. Als ich in der Pizzeria nach der Dienstkarte fragte waren sie perplex. Polizisten sollten Vorbilder sein & den Rollstuhlfahrern & Blinden nicht den Weg versperren."

In anschließenden Tweets schrieb der Nutzer: "War leider kein Einsatz. Aber die beiden Herren dürfen sich auf ein Gespräch mit dem Vorgesetzen freuen. Ich erwarte zumindest eine Entschuldigung seitens der internen Revision auf meine DAB. Ob das Verhalten sich bei den Beamten ändern wird, ist zu bezweifeln."

Die Berliner Polizei bestätigte nun, dass es sich nicht um einen Polizeieinsatz gehandelt habe. "Die Vorgesetzten haben es mit dem Kollegen ausführlich ausgewertet. Er zeigte sich einsichtig und bezahlte das für diese Ordnungswidrigkeit vorgesehene Verwarnungsgeld", so die Polizei.