Stellwerkstörung

Nach Störung im Berufsverkehr: S-Bahnen verkehren wieder

Wegen einer Störung waren die S3, S5, S7 und S9 zwischen Ostbahnhof und Charlottenburg am Morgen eingestellt. Nun läuft es wieder.

S-Bahn in Berlin

S-Bahn in Berlin

Foto: Christoph Soeder / dpa

Berlin. Bei der S-Bahn ist es am Montagmorgen rund um den Berliner Hauptbahnhof zu massiven Zugausfällen gekommen. Wegen einer Störung am Stellwerk waren die Linien S3, S5, S7 und S9 zwischen Friedrichstraße und Zoologischer Garten und darüber hinaus eingestellt, wie es in einem Störungshinweis der S-Bahn hieß. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.

Seit dem späten Vormittag normalisierte sich die Lage wieder. "Die Züge müssen sich nach und nach einreihen, damit wir wieder in Tritt kommen“, sagte eine Sprecherin der S-Bahn. Um 14 Uhr sollten alle Verspätungen aufgeholt sein und der Verkehr wieder nach Fahrplan laufe.

S-Bahn-Störung - Fahrgäste reagierten genervt

Der Regional- und der Fernverkehr der Bahn waren nicht betroffen. Wegen einer "behördlichen Maßnahme" kam es am Morgen auch auf den Linien S2, S25 und S26 zwischen Südkreuz und Yorckstraße zu Verspätungen und vereinzelten Zugausfällen.

Zunächst kam es am Montagmorgen nur zu Verspätungen und einigen Ausfällen, es war von einer Signalstörung die Rede. Fahrgäste reagierten genervt. „Wir kommen vom Tiergarten zurück“, sagte eine junge Frau mit Koffer am Bahnhof Zoologischer Garten der Berliner Morgenpost. Dort sei es nicht weitergegangen. Sie müsse zum Hauptbahnhof, wie sie dahin komme, wisse sie jetzt auch nicht.“ Ein junger Mann auf dem Weg zum Alexanderplatz sagte: „Mit der S-Bahn wären das 20 Minuten.“ Mit der U2 sei das hingegen ein „ewiges Gezuckel“.

Mitarbeiter der BVG im Dauereinsatz

Die Mitarbeiter des BVG-Sicherheitsdienstes arbeiteten derweil unter Hochdruck. Mit ihren grünen Warnwesten waren sie im Bahnhofsgebäude sofort von den umherirrenden Reisen zu erkennen. Wie komme ich zum Hauptbahnhof und wie komme ich zur Messe? – Das seien die häufigsten Fragen gewesen, sagt der Mitarbeiter.

In Endlosschleife gaben sie Auskunft. Zum Hauptbahnhof mit der Regionalbahn, Gleis 1 und 2.“ Und zur IFA mit der U2 bis Kaiserdamm. „Ist dort auch die Messe? Oder muss ich noch weit laufen?“, erkundigt sich eine Hostess. Die Mitarbeiter beruhigten sie. Es seien nur fünf Minuten zu laufen.

Viele Fahrgäste stiegen auf die Regionalbahn um. "Die kommt im Moment fast im Minutentakt", sagte der Lokführer, der geduldig wartete, bis alle in seine Bahn eingestiegen waren Die Fahrgäste konnten auch die Bahnen nach Frankfurt/Oder und Schönefeld nutzen.

Ab dem morgigen Dienstag müssen sich Pendler in der Innenstadt auf weitere Behinderungen einstellen. Am Hauptbahnhof wird ab 10. September gebaut, fünf Wochen lang wird davon vor allem der Regionalbahnverkehr erheblich beeinträchtigt sein. Betroffen sind die wichtigen Regionalexpresslinien RE1 und RE2, aber auch der RE7 und die RB14, die beiden Zubringerlinien von der Berliner City zum Flughafen Schönefeld. In der Sperrpause wird der Bahnhof Zoologischer Garten fünf Wochen lang Endstation für den RE1 und den RE7. Dort heißt es dann für Reisende: umsteigen und Weiterfahrt mit der S-Bahn bis Hauptbahnhof, temporäre Endstation im Osten für die Linien RE1, RE2 und RE7.