Graffiti-Kunst

Berlin Mural Fest - Wenn das Haus zur Leinwand wird

Graffitikünstler haben in den vergangenen Tagen Berliner Häuserwände in farbenfrohe Kunstwerke verwandelt.

Berlin. Das Berlin Mural Fest geht am Wochenende in die zweite Runde. Internationale Graffitikünstler haben sich in den vergangenen Tagen an Häuserwänden in der Stadt zu schaffen gemacht und sie in farbenfrohe Kunstwerke verwandelt. Entstanden sind zehn neue meterhohe und individuelle „Murals“ – so heißen die bunt bemalten Wände auf Englisch.

Diesmal haben die Organisatoren, das Berliner Graffiti-Künstler-Kollektiv „die Dixons“, sich nicht nur in der Innenstadt nach geeigneten Plätzen umgesehen, sondern auch abgelegenere Orte außerhalb des S-Bahn-Rings für die riesigen Wandgemälde ausfindig gemacht. Urban Art findet nicht nur in der City statt, finden sie, und wollen so der Zen­tralisierung von Kunst im Stadtkern entgegenwirken.

Ob nach Kreuzberg oder Hellersdorf – der Weg dorthin lohnt sich gerade während des sogenannten Nightwalks. In den Abendstunden werden am Sonnabend und am Sonntag die neuen Werke – und zum Teil auch die Murals aus dem vergangenen Jahr – durch Lichtinstallationen in Szene gesetzt. Hinter den Illuminationen steckt das Team von Resorb. Erstrahlen wird auch ein alter Bekannter: das Werk „Astronaut/Cosmonaut“ des französischen Künstlers Victor Ash – in diesem Jahr wieder mit neuer Kreation dabei – entstand bereits vor mehreren Jahren und prangt seither an der Oranienstraße 195. Auch hier gehen am Sonnabend die Lichter an.

Ein besonderes Highlight wartet zudem noch auf Besucher mit Smartphone. Pünktlich zum Wochenende soll die Berlin Murals App herauskommen und ein besonderes Extra bekommen. Mittels Augmented Reality (Erweiterte Realität) werden die Malereien scheinbar zum Leben erweckt. Die App verrät aber auch die Standorte der Kunstwerke.

Alle Standorte unter www.berlinmuralfest.de. Die Murals-App kann im App Store sowie im Google Play Store heruntergeladen werden.