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Blicke in die Zukunft: Berlins Futurium eröffnet

Ausstellungsobjekte in einem Ausstellungsraum des Futuriums.

Ausstellungsobjekte in einem Ausstellungsraum des Futuriums.

Foto: dpa

Berlin. In Berlin hat mit dem Futurium das erste Zukunftssmuseum Deutschlands am Donnerstag offiziell Eröffnung gefeiert. Auf mehreren Ebenen ist das 58 Millionen Euro teure Gebäude ein Showroom für Zukunftsentwürfe und ein Mitmach-Parcours für Neugierige samt Labor. Der Eintritt für Besucher ist frei. Bis Sonntag gibt es das "Fest der Zukünfte" zum Hineinschnuppern.

Hinter dem Futurium stehen das Bundesforschungsministerium, die großen deutschen Forschungsgemeinschaften, die forschende Industrie und Stiftungen. Das Haus sei ein Schaufenster für den Wissenschaftsstandort Deutschland und ein Ort zum Lernen und Nachdenken, sagte Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramts, zur Eröffnung. Der Jahresetat beträgt fast 19 Millionen Euro.

Die Wissenschaft liefere Entscheidungsgrundlagen, sagte Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) zur Eröffnung. Deutschland exportiere Innovationen und entwickle sie weiter. "Das ist auch das Thema der nächsten Jahre", ergänzte sie. "Es heißt Erderwärmung und nicht Deutschlanderwärmung." Das Futurium sei aber auch ein Ort der Diskussion und des Ausprobierens für alle. Es gehe um Zukunftsperspektiven und darum, Zukunftsoptimismus zu versprühen - ohne zu wissen, wie sich Ideen genau entwickeln werden.

Astronaut Alexander Gerst schenkte dem Museum ein Erinnerungsstück, das mit ihm auf der Raumstation ISS 3061 Mal um die Erde kreiste. "Mich hat als Kind Captain Future inspiriert", sagte er zur Eröffnung. Später habe er gemerkt, dass die Probleme erst einmal hier auf der Erde gelöst werden müssten.

"Ich bin positiv der Zukunft gegenüber eingestellt. Wir sind Entdecker. Wir sind kreativ und das wird auch in Zukunft so sein", sagte Gerst. Die Herausforderung sei aber die Frage: Wie können wir das Leben besser machen. "Da ist es Chance und Pflicht, dass wir Lösungen finden für unsere Zeit." Das Futurium wolle Denkanstöße geben und Leute aus ihrer Komfortzone herausschubsen. Es gehe darum, nachzudenken, wie jeder Einzelne die Zukunft gestalten könne. "Und wie wir die Welt an die nächste Generation übergeben."