Ausländer

Aufenthaltserlaubnis: Kommission hilft in 175 Fällen

Asylbewerber stehen in einem Zimmer.

Asylbewerber stehen in einem Zimmer.

Foto: dpa

Berlin. Die Berliner Härtefallkommission hat 2018 in 175 Fällen abgelehnten Asylbewerbern zu einer Aufenthaltserlaubnis verholfen. Wie Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Dienstag mitteilte, richtete die Kommission im Vorjahr 231 entsprechende Ersuche an ihn. Drei Viertel der Fälle beschied er positiv, so dass die Ausländerbehörde den Menschen einen Aufenthaltstitel erteilen konnte. Betroffen waren in einer ganzen Reihe von Fällen Familien mit minderjährigen Kindern. Hauptherkunftsländer sind Albanien, die Türkei, Serbien, Russland und Kosovo.

Wie viele Personen sich genau hinter den genannten Fällen verbergen, wurde nicht mitgeteilt. Insgesamt bekam die Härtefallkommission den Angaben zufolge im Vorjahr 289 Fälle auf den Tisch, die 489 Menschen betrafen. Beraten wurden 238 Fälle, von denen 231 in ein Ersuchen an den Innensenator mündeten.

Der Härtefallkommission gehören unter anderem Vertreter von Kirchen, Wohlfahrtsverbänden und Flüchtlingsrat sowie die Berliner Integrationsbeauftragte Katarina Niewiedzial an. Das Gremium prüft im Einzelfall, ob ausreisepflichtige Ausländer aus humanitären Gründen nicht doch bleiben können.

Anträge auf Beratung in der Kommission können nur ihre Mitglieder stellen. Möchte ein Ausländer also Hilfe von dem Gremium, muss er sich zunächst an eines der Mitglieder wenden.