Techno-Demo

"Fuckparade" zieht am Sonnabend durch Berlin

Die Techno-Parade und Demonstration führt am Sonnabend von Neukölln nach Lichtenberg. 5000 Teilnehmer wurden angemeldet.

Die "Fuckparade" entstand 1997 als Gegenveranstaltung zur Loveparade. Am Samstag, 31. August, zieht sie von Neukölln über Kreuzberg und Friedrichshain nach Lichtenberg (Archivbild).

Die "Fuckparade" entstand 1997 als Gegenveranstaltung zur Loveparade. Am Samstag, 31. August, zieht sie von Neukölln über Kreuzberg und Friedrichshain nach Lichtenberg (Archivbild).

Foto: DPA

Berlin. Die "Fuckparade" zieht am Sonnabend unter dem Motto "Nazifrei und Krach dabei" durch Neukölln, Kreuzberg, Friedrichshain und Lichtenberg. Die Veranstalter haben bei der Berliner Polizei 5000 Teilnehmer angemeldet.

Der Start der Parade verzögerte sich am Nachmittag zunächst. Vor Ort hieß es, die Polizei bestehe darauf, dass die Lautstärke auf 90 Dezibel begrenzt wird.

Die als Gegenbewegung zur Loveparade entstandene Techno-Parade und Demonstration richtet sich laut Veranstalterangaben gegen die Berliner Stadtpolitik und die Verdrängung von Subkulturen. Die Verkehrsinformationszentrale (VIZ) rechnet entlang der Route mit erheblichen Verkehrsbeschränkungen, auch im öffentlichen Nahverkehr.

Fuckparade in Berlin: Das ist die Route

Die Veranstaltung startet um 12 Uhr an der Werbellinstraße in Neukölln und zieht entlang folgender Straßen über Kreuzberg und Friedrichshain nach Lichtenberg, wo die Parade gegen 22 Uhr ankommen soll:

Werbellinstraße - Hermannstraße - Hermannplatz - Weserstraße - Friedelstraße - Hobrechtbrücke - Ohlauer Straße - Reichenberger Straße - Lausitzer Straße - Skalitzer Straße - Schlesisches Tor -Oberbaumstraße - Oberbaumbrücke - Am Oberbaum - Warschauer Straße - Petersburger Straße - Bersarinplatz - Rigaer Straße - Proskauer Straße - Frankfurter Allee - Mainzer Straße - Scharnweberstraße - Weichselstraße - Holteistraße - Boxhagener Straße - Marktstraße - Karlshorster Straße - Hauptstraße - Kynaststraße

Die "Fuckparade" passiert auf ihrer Route Orte, die laut Veranstalterangaben für die Verdrängung innerstädtischer Kulturaktivitäten stehen. Dazu zählen die Kiezkneipe "Syndikat" an der Weisestraße im Neuköllner Schillerkiez, der geräumte Laden "Friedel 54" an der Friedelstraße in Neukölln, das Kneipenkollektiv "Meuterei", das RAW-Gelände in Friedrichshain, die "Liebig34", die Mainzer Straße und die Rummelburger Bucht.

Die Berliner Polizei hatte Anwohner in den vergangenen Tagen per Aushängen auf die Veranstaltung hingewiesen. Darin hieß es: "Es wird entlang der Aufzugsstrecke zu Lärmbelästigungen sowie zu Verkehrsbeeinträchtigungen, auch im Personennahverkehr kommen."

Weitere Informationen zur "Fuckparade" in Berlin auf der Facebook-Seite der Veranstalter