Prozess

Überfälle auf Juweliergeschäfte: Uhrenräuber schweigt

Der 27 Jahre alte Angeklagte hat sich zum Prozessauftakt nicht zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft geäußert.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand.

Foto: David-Wolfgang Ebener / dpa

Der 27 Jahre alte Angeklagte, der sich wegen zwei bewaffneter Überfälle auf Juweliergeschäfte vor dem Kriminalgericht Moabit verantworten muss, hat sich zum Prozessauftakt am Donnerstag nicht zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft geäußert.

Dem aus Belgrad stammenden Tatverdächtigen wird unter anderem zur Last gelegt, im August 2016 das Juweliergeschäft Bucherer am Kurfürstendamm überfallen zu haben. Dabei seien 31 Uhren der Marke Rolex im Gesamtwert von rund 900.000 Euro erbeutet worden.

Der Angeklagte zog eine Axt

Der Mann und ein Komplize hätten das Geschäft unter dem Vorsatz betreten, sich eine Luxusuhr kaufen zu wollen. Als ein Mitarbeiter verschiedene Modelle auf einem Tisch präsentierte, habe der Angeklagte eine Axt gezogen, sein Komplize eine ungeladene Schusswaffe. Während anwesende Kunden dazu aufgefordert worden wären, sich auf den Boden zu legen, habe ein Mitarbeiter die Schaufenster des Geschäftes öffnen und Luxusuhren herausgeben sollen. Die Tatverdächtigen flüchteten mit ihrer Beute zu Fuß.

Der Angeklagte wurde in der Schweiz festgenommen, später an die Tschechische Republik übergeben, dort für andere Taten verurteilt und dann nach Deutschland ausgeliefert.

Bei dem Prozess vor dem Kriminalgericht Moabit geht es um den Überfall am Kudamm und einen in Düsseldorf, bei dem die Täter ohne Beute blieben.