City-S-Bahn

S21: Senat stellt weitere sieben Millionen Euro bereit

Seit 2011 wird an der zweiten Nord-Süd-Trasse für die Berliner S-Bahn gebaut. Nun können die Planungen für den Südabschnitt starten.

Blick auf die Baumaßnahmen der neuen S-Bahnstrecke zwischen Gesundbrunnen und dem Hauptbahnhof über dem Nordhafen.

Blick auf die Baumaßnahmen der neuen S-Bahnstrecke zwischen Gesundbrunnen und dem Hauptbahnhof über dem Nordhafen.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Berlin. Neuer Schub für das Projekt City-S-Bahn: Der Berliner Senat und die Deutsche Bahn haben jetzt eine Vereinbarung zur Finanzierung eines weiteren Bauabschnitts der neuen Nord-Süd-Trasse für die Berliner S-Bahn abgeschlossen, teilte die Senatsverkehrsverwaltung am Mittwoch mit.

Demnach übernimmt das Land Berlin in den nächsten vier Jahren Planungskosten in Höhe von 7,3 Millionen Euro für das auch als S21 bezeichnete Infrastrukturprojekt. Mit dem Geld sollen die Planungen für den dritten Bauabschnitt der S21 begonnen werden, der vom Potsdamer Platz bis zur den S-Bahnhöfen an der Yorckstraße führt.

Die neue Nord-Süd-Trasse für die Berliner S-Bahn ist bereits seit 1992 in Planung. Sie soll die bestehende Verbindung über den Bahnhof Friedrichstraße entlasten und zudem eine weitere Direktanbindung an den Berliner Hauptbahnhof schaffen. Bereits seit 2011 wird am ersten Streckenabschnitt gebaut, der vom nördlichen S-Bahnring zum Hauptbahnhof führt. Die Strecke ist zwar nur rund zwei Kilometer lang, gilt aber wegen aufwendiger Brücken- und Tunnelarbeiten als besonders anspruchsvoll.

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Die Trasse sollte eigentlich schon 2017 in Betrieb gehen, Bauprobleme verzögerten die Fertigstellung wiederholt. Auch die zuletzt in Aussicht gestellte Eröffnung der insgesamt rund 400 Millionen Euro teuren Strecke im Dezember 2020 gilt inzwischen als fraglich.

Wie berichtet, prüft die Bahn derzeit den Fertigstellungsplan. Der zuständigen Bauleiter hatte zuvor bei einem Baustellen-Rundgang erklärt, dass eine Inbetriebnahme erst 2021 möglich sein wird. Weil der eigentlich geplante S-Bahn-Halt unter dem Hauptbahnhof nicht vor 2026 fertig wird, soll zunächst ein nur 80 Meter lange Interimsbahnsteig unter der Invalidenstraße genutzt werden. Daher kann zunächst nur ein Zug mit maximal vier Wagen fahren. Geplant ist ein Zugverkehr im Zehnminutentakt zwischen Gesundbrunnen und Hauptbahnhof.

Für den zweiten Bauabschnitt, der vom Hauptbahnhof zum Potsdamer Platz führt, sind laut Senatsverkehrsverwaltung die Planungen bereits weit fortgeschritten. Mit der nun unterzeichneten Finanzierungsvereinbarung könnten nun auch die Planungen für dritten Abschnitt beginnen, der vom Potsdamer Platz bis zu den beiden S-Bahnhöfen Yorckstraße und Yorckstraße (Großgörschenstraße) führt. Im Bereich Gleisdreieck soll zudem ein neuer S-Bahnhof entstehen, der einen direkten Umstieg zur U-Bahn ermöglicht. Auf Initiative Berlins seien für den dritten Bauabschnitt bereits bauliche Vorleistungen wie ein Kreuzungsbauwerk am Bahnhof potsdamer Platz erbracht worden. Die Trasse sei zudem in sämtlichen Bebauungsplänen festgeschrieben.