Wetter in Berlin

Wetterdienst rechnet vereinzelt mit Gewittern und Böen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet am Abend und in der Nacht vereinzelt mit starken Gewittern und stürmischen Böen.

Gewitter setzt Berliner Straßen unter Wasser

Der Deutsche Wetterdienst hatte für den Nachmittag vor "markantem Wetter" im Nordwesten, Osten und Süden Deutschlands gewarnt.

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Berlin. Das Wetter in Berlin und Brandenburg kann am Donnerstag ungemütlich werden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet am Abend vereinzelt mit starken Gewittern und stürmischen Böen. Dazu gibt es Höchsttemperaturen von 27 bis 32 Grad.

In der Nacht zu Freitag soll es weitere Gewitter geben. Autofahrer müssen besonders aufpassen: Wegen Nebels kommt es gebietsweise zu Sichtweiten unter 150 Metern. Der Freitag wird dann wieder heiter und überwiegend trocken. Aktuell gilt zudem eine amtliche Warnung des DWD vor Hitze. Die Warnung gilt noch bis Freitagabend, 19 Uhr.

Die aktuelle Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes finden Sie hier.

Unwetter: Flugausfälle am Flughafen Tegel - Verzögerungen in Schönefeld

Unwetter in der Region hatten bereits am Mittwochabend an den Berliner Flughäfen zu zahlreichen Flugausfällen geführt. Am Airport Tegel mussten 48 Flüge gestrichen werden, wie ein Flughafensprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Konkret seien es 24 Starts und 24 Landungen gewesen.

Neben dem schlechten Wetter in der Hauptstadt seien auch zum Teil Unwetter in Spanien Ursache gewesen. Weitere Flüge verspäteten sich zum Teil erheblich. In Tegel gibt es pro Tag etwa 500 Starts und Landungen.

Am Flughafen Schönefeld wurden zwar keine Flüge gestrichen, hier wurde aber die Abfertigung am Abend für eine halbe Stunde eingestellt. Grund war die Gefahr von Blitzeinschlägen. Dadurch kam es ebenfalls zu einigen Flugverspätungen.

Die Gewitterfront war am Mittwochabend nur knapp an Berlin vorbeigezogen. Zwischenzeitlich hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor einem starken Gewitter in den südlichen Ortsteilen gewarnt. Kurz nach 20 Uhr wurde diese Warnung wieder aufgehoben.

Wetter in Berlin: So wird's laut Wetterdienst in den kommenden Tagen

  • Donnerstag: Heute Abend heiter, teils wolkig, im Südosten Durchzug von dichten Wolkenfeldern, meist trocken. Nur sehr vereinzelt Schauer, starke Gewitter mit Starkregen um 20 l/qm in kurzer Zeit, kleinkörnigem Hagel und stürmischen Böen um 70 km/h (Bft 8) noch weniger wahrscheinlich. Punktuell unwetterartige Gewitter mit heftigem Starkregen über 30 l/qm, Sturmböen um 80 km/h (Bft 9) und größerem Hagel nicht ganz ausgeschlossen. Aktuelle Temperatur zwischen 26 Grad in der Westprignitz, 30 Grad in Berlin und 32 Grad an der Neiße. Abseits von Gewittern schwacher Wind aus West. In der Nacht zum Freitag vor allem von der Elbe-Elster-Niederung bis in die Niederlausitz weiterhin einzelne Schauer und kräftige Gewitter bis in den Unwetterbereich. In der zweiten Nachthälfte nachlassend. Von der Prignitz her auflockernde Bewölkung, gebietsweise Aufklaren und Bildung von flachen Nebelfeldern, am Morgen fast überall niederschlagsfrei und aufgelockert mit Nebelfeldern. Temperaturrückgang auf 19 bis 14 Grad. Schwachwindig.
  • Freitag: nach Auflösung von Nebelfeldern wolkig mit heiteren Abschnitten, überwiegend trocken. Zwischen Elbe-Elster-Niederung und Niederlausitz einzelne Schauer oder Gewitter gering wahrscheinlich. Höchstwerte zwischen 27 und 31 Grad. Schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen. In der Nacht zum Sonnabend wenige Wolken. Niederschlagsfrei. Abkühlung auf 19 bis 14 Grad. Schwacher Wind um Ost.
  • Sonnabend: Am Sonnabend viel Sonnenschein und ein paar Quellwolken, trocken. Höchsttemperatur 30 bis 33 Grad. Schwacher, am Mittag und am Nachmittag mitunter mäßiger Südostwind. In der Nacht zum Sonntag gering bewölkt, niederschlagsfrei. Tiefstwerte um 19 Grad. Schwacher Wind aus Süd bis Südost.
  • Sonntag: Am Sonntagvormittag heiter und trocken. Am Nachmittag dichtere Wolken und Durchzug von einzelnen Schauern und Gewittern. Höchstwerte zwischen 29 Grad in der Prignitz und 33 Grad in der Niederlausitz. Anfangs noch schwacher Wind aus Süd, am Mittag auf Südwest bis West drehend und teils mäßig. In der Nacht zum Montag stark bewölkt, gebietsweise schauerartig verstärkter Regen, Gewitter gering wahrscheinlich. Tiefstwerte zwischen 17 und 12 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind aus West bis Nordwest.

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Hitze in Berlin: Fast 500 Hitzetote im Vorjahr

An den Folgen der großen Hitzewelle im vergangenen Jahr sind in Berlin etwa 490 Menschen gestorben. In den ungewöhnlich heißen Sommertagen in den Jahren 2006 und 2015 gab es rund 390 beziehungsweise 310 Hitzetote in der Hauptstadt. Das geht aus Berechnungen des Robert-Koch-Instituts hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

„Als Folge des Klimawandels treten in Deutschland seit etwa der Jahrtausendwende Hitzewellen in einer ungewöhnlichen Häufigkeit auf“, schreibt das Institut in einem Bulletin. „Starke und/oder längere Hitzewellen führen dabei regelmäßig zu einer erhöhten Mortalität, besonders in den älteren Altersgruppen.“ Mortalität steht für Todesrate.

Potsdamer Wissenschaftler untersuchen Belastungen durch Hitze

Potsdamer Wissenschaftler wollen indes bei Bürgern in Remscheid, Würzburg und Potsdam Belastungen durch die Hitze erkunden. Seit Mitte Augst liefen die Befragungen, teilte die Potsdamer Universität am Dienstag mit. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, Städte besser vor extremer Hitze zu schützen.

Besonders interessiere, wie die Einwohner Hitze wahrnehmen und wie sie sich persönlich an die Extremereignisse anpassten, sagte Projektleiterin Annegret Thieken vom Institut für Umweltwissenschaften und Geografie. Auch solle erkundet werden, welche Orte im privaten und öffentlichen Raum als besonders erholsam oder belastet erlebt werden.

Ein Marktforschungsinstitut führt die Befragung im Auftrag der Universität durch. Pro Stadt werden 300 zufällig ausgewählte Haushalte angerufen und telefonisch befragt. Zusätzlich haben Bürger der drei Städte die Möglichkeit, sich online unter www.hitze-befragung.de zu beteiligen. Ab Ende August wird zudem Fachpersonal in Arztpraxen, Apotheken, Pflegeeinrichtungen und Kindertagesstätten befragt.

Berliner Tierschutzsenator Behrendt: Hunde nicht im Auto lassen

Tierschutzsenator Dirk Behrendt (Grüne) warnte am Mittwoch, dass Hunde bei der Hitze auf keinen Fall im Auto gelassen werden dürften. Hunde könnten sich nicht durch Schwitzen über die Haut abkühlen und im heißen Wageninneren nur schwer über Hecheln. Die Folge seien schwere Organschäden, Kreislaufversagen oder sogar der Tod des Tieres bereits nach kurzer Zeit. Wer Tiere in solcher Notlage fände, solle die Polizei verständigen.

Behrendt: „Bei der aktuellen Hitze kann das Auto zur tödlichen Gefahr werden. Auch eine angelehnte Heckklappe oder ein geöffneter Fensterspalt sind für eine ausreichende Luftzirkulation nicht ausreichend.“ Bei einer Außentemperatur von 30 Grad könnte schon nach 30 Minuten im Wageninneren eine lebensbedrohliche Hitze von 54 Grad Celsius erreicht werden.