Ausflugstipps

Der Sommer ist zurück: Das sollte man jetzt noch unternehmen

Sonne, blauer Himmel, Temperaturen bis 30 Grad: Der Sommer gibt nochmal alles. Das muss man genießen. Wir stellen die besten Ideen vor.

Am Freitag gibt es am Badeschiff in Kreuzberg Live-Musik: Die deutsch-afrikanische Sängerin Francisca Urio begeistert mit ihrer kraftvollen Soulstimme die Badegäste.

Am Freitag gibt es am Badeschiff in Kreuzberg Live-Musik: Die deutsch-afrikanische Sängerin Francisca Urio begeistert mit ihrer kraftvollen Soulstimme die Badegäste.

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin. Es war die bange Frage der vergangenen Wochen: Wird es nochmal richtig warm dieses Jahr? Verbunden mit der Frage war stets ein ungläubiger Blick nach oben. Wolkenverhangen war der Himmel in den vergangenen Tagen und Wochen zumeist. Dazu herbstliche Temperaturen. Und Winde, die das Ende des Sommers verkündeten. Aber so leicht lässt sich der August nicht unterkriegen. Der Sommer kommt zurück! Pünktlich zum Wochenende werden Temperaturen erwartet, die an der 30-Grad-Marke kratzen. Dass sie darüber klettern, ist dann Anfang der Woche mehr als wahrscheinlich.

Und das ist auch gut so. Denn in Berlin gibt es viele tolle Sachen zu machen, die man bei warmen Wetter noch besser genießen kann. Wir stellen Ihnen die besten Ideen vor.

Kino unter freiem Himmel

Unter dem Sternenhimmel Kultfilme schauen. Bei Regen ein Graus, in einer lauen Sommernacht ein Traum. Im Freiluftkino Rosengarten im Volkspark am Weinberg (Mitte) geht die Saison sogar bis zum 1. Oktober. Die anderen Berliner Open-Air-Kinos lassen zumeist bis Ende August oder Mitte September ihre Filme laufen. Die Ufa-Filmnächte zeigen vor spektakuläre Kulisse an der Alten Nationalgalerie drei Tage lang Stummfilmklassiker. Höhepunkt im Jubiläumsjahr der Mondlandung ist „Die Frau im Mond“ am Donnerstag um 21 Uhr. Das komplette Programm der Open-Air-Kinos finden Sie unter openair-kino.net

Berliner Philharmoniker am Brandenburger Tor

Die Berliner Philharmoniker haben einen neuen Chefdirigent: Kirill Petrenko. Der stellt sich am Sonnabend den Berlinern vor – vor historischer Kulisse. Am Brandenburger Tor wird er ab 20 Uhr seine erstes Konzert als neuer Chefdirigent in der Hauptstadt dirigieren. 30.000 Besucher werden zu dem kostenlosen Konzert erwartet. Das Orchester wird Ludwig van Beethovens 9. Symphonie mit dem populären Schlusschor über Friedrich Schillers „Ode an die Freude“ vor dem Brandenburger Tor als Teil der Feiern zum 30. Jahrestag des Mauerfalls spielen.

Die Liebe mit Technomusik feiern

Eigentlich sollte der „Zug der Liebe“ dieses Jahr gar nicht mehr durch Berlin rollen. Der Aufwand war zu groß geworden, die Hürden zu hoch, das ganze Event zu teuer. Aber die Fans des Techno-Umzugs wollten das nicht hinnehmen – und sammelten Geld. Und so rollte dieses Jahr doch nochmal der Zug der Liebe durch die Hauptstadt. Am Sonnabend um 13 Uhr beginnt der Umzug am Schlesische Busch, also auf der Freifläche vor dem Festsaal Kreuzberg. Endpunkt ist gegen 22.30 Uhr am Marktgrafendamm. Das Motto lautet dieses Jahr „30 Jahre Mauerfall – Gegen neue Meinungsmauern“.

Abkühlen im Wasser

Egal ob See, Freibad oder Strandbad – baden macht eigentlich nur bei Sonne und warmen Temperaturen Spaß. Aber leider ist die Saison für manche Berliner Freibäder schon fast wieder vorbei. Höchste Zeit also, nochmal ins kühle Nass zu springen, Pommes rot-weiß zu essen oder unter einem Sonnenschirm zu dösen. So ist das Neuköllner Columbiabad lediglich noch bis zum 1. September geöffnet. Andere Bäder begrüßen noch länger ihre Gäste, das Sommerbad Humboldthain etwa bis zum 29. September. Besonderes Highlight: Am Freitag gibt es am Badeschiff in Kreuzberg Live-Musik: Die deutsch-afrikanische Sängerin Francisca Urio begeistert mit ihrer kraftvollen Soulstimme die Badegäste (Tickets ab 17 Euro vor Ort).

Interaktiv: So kommen Sie am schnellsten zum Badesee

Wandern und Sterne gucken in Brandenburg

Klar, wandern kann man auch im Winter. Aber im Sommer macht es einfach mehr Spaß. Besonders im Nationalpark Unteres Odertal in der Uckermark, rund 70 Kilometer entfernt von Berlin. Beinahe ungestört kann man hier durchs Dickicht wandern, Kanu fahren oder von den verschiedenen Aussichtstürmen aus Vögel beobachten. Und ab dem 27. September läuft hier die Kranichwoche – dabei kann man alles über den großen Vogel lernen und ihn beobachten. A propos beobachten: Wer schon lange mal wieder einen astreinen Sternenhimmel sehen wollte, der sollte in den Sternenpark im Westhavelland fahren – übrigens Deutschlands ersten Sternenpark. Er liegt etwa 90 Kilometer außerhalb Berlins. Hier kann man sich Teleskope ausleihen und bei absoluter Dunkelheit – im Naturpark Westhavelland leben kaum Menschen und es gibt keine Industrie – die Sterne genießen.

Hertha beim Heimspiel zusehen

Endlich wieder Bundesliga! Die Sommerpause ist vorüber, ohne Fußball-WM oder -EM kam sie einem aber gleich doppelt so lang vor. Nun ist die Zeit des darbens aber vorbei. Und Berlin hat gleich doppeltes Glück: Nicht nur ein, sonder gleich zwei Klubs sind erstklassig. Und während Union Berlin an diesem Wochenende auswärts in Augsburg ran muss (Sonnabend, 15.30 Uhr, Sky), muss die Hertha ihr Können am Sonntag ab 18 Uhr im Olympiastadion gegen Wolfsburg unter Beweis stellen. Karten gibt es noch zu kaufen ab 15 Euro unter www.herthabsc.de

Bootstour über die Spree oder einen Kanal

Berlin, eine Wasserstadt. Mittlerweile ist es weitläufig bekannt, dass die deutsche Hauptstadt mehr Brücken hat als Venedig. Deshalb lohnt es sich auch Berlin vom Wasser aus zu erkunden. Unzählige Veranstalter bieten Touren an. So kann man beispielsweise ganz klassisch durch Berlins Regierungsviertel schippern, mit der BVG-Fähre über den Wannsee fahren, das eigene Schlauchboot aufpumpen und sich über den Landwehrkanal treiben lasen oder mit einer der unzähligen privaten Anbieter Wassertouren durch Berlin machen. Wichtig ist vor allem mit Sonnenschutz vorzusorgen – Schatten ist auf dem Wasser zumeist rar.

Tiere beobachten in der Domäne Dahlem

An einem sonnigen, warmen Tag empfiehlt sich ein Ausflug zur Domäne Dahlem in Steglitz-Zehlendorf. Das einstige Rittergut ist heute ein Freilichtmuseum für Agrar- und Ernährungskultur. Viele Tiere werden auf dem Hof gehalten, darunter Deutsche Sattelschweine, Rauhwollige Pommersche Landschafe, Schraubenhörnige Bulgarische Langhaarziegen und Rinder der Rassen Rotes Höhenvieh und Alte Deutsche Schwarzbunte. Auch Sperberhennen und Pommernenten leben in der Domäne, und ein Honigbienen-Volk. Im Hofladen gibt es Produkte der Domäne zu kaufen wie Kräutertees, selbstgemachte Marmeladen und Blütenhonig, aber auch Speck und Wurst von den Sattelschweinen. Weitere Informationen unter www.domaene-dahlem.de