Verkehr

Streit um Berliner U-Bahn-Großauftrag wird Fall für Gericht

Ein Fotograf vor dem Bild der Justitia.

Ein Fotograf vor dem Bild der Justitia.

Foto: dpa

Berlin. Im Streit um einen Großauftrag über neue U-Bahnzüge für Berlin zieht der unterlegene Bieter Alstom vor Gericht. Das geht aus einer Mitteilung der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) vom Dienstag hervor. "Das ist bedauerlich, weil es die Vergabe neuer Züge an die BVG und die Modernisierung verzögert", teilte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) mit, die Aufsichtsratschefin des größten kommunalen Verkehrsunternehmens Deutschlands.

Das Unternehmen plagt ein U-Bahn-Mangel. Es möchte deshalb noch dieses Jahr 1500 neue Wagen bei Stadler bestellen. Der Konkurrent Alstom aber legte Beschwerde ein. Weil die Vergabekammer des Landes einen Nachprüfungsantrag ablehnte, wendet sich Alstom nun an das Kammergericht.

"Die BVG ist weiterhin daran gehindert, die für Berlin und die Fahrgäste so wichtigen neuen U-Bahnen zu beschaffen", erklärte das Unternehmen. Wie lang die Verzögerung dauert, blieb offen. Beschwerden seien bei Vergaben in dieser Größenordnung nichts ungewöhnliches, sagte Pop. Sobald es etwas Neues gebe, werde man die Öffentlichkeit informieren.