Klima

Berliner Bündnis: 43.522 Unterschriften für "Klimanotstand"

Die Unterzeichner verlangen, dass Berlin den Klimanotstand ausruft. Die Stadt soll die Anstrengungen gegen die Erwärmung intensivieren.

Innerhalb von drei Monaten sind 43.522 Unterschriften für die Ausrufung eines "Klimanotstands" gesammelt worden.

Innerhalb von drei Monaten sind 43.522 Unterschriften für die Ausrufung eines "Klimanotstands" gesammelt worden.

Foto: dpa

Die Volksinitiative Klimanotstand Berlin hat am Dienstag 43.522 Unterschriften an den Präsidenten des Abgeordnetenhauses Ralf Wieland übergeben. Wenn wie erwartet mindestens 20.000 davon gültig sind, muss sich das Landesparlament mit dem Anliegen der Aktivisten befassen. „Wir hoffen, dass das zügig passiert und nicht erst in der gesetzlichen Frist von vier Monaten“, sagte der Mitinitiator Marko Dörre der Morgenpost.

Die Unterzeichner verlangen, dass Berlin den Klimanotstand ausruft und in der Folge seine Anstrengungen gegen die Klimaerwärmung intensiviert. „Jetzt liegt der Ball im Feld der Politik“, sagte Dörre. Wenn die Erde den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad begrenzen wolle, müsse 2030 Schluss sein mit dem Verbrennen fossiler Brennstoffe und dem Freisetzen von Kohlendioxid.

Potsdam und Pankow haben den Klimanotstand schon ausgerufen

Andere Kommunen in Deutschland und weltweit haben bereits den Klimanotstand ausgerufen, darunter Potsdam und der Berliner Bezirk Pankow. Den Anfang in Deutschland hatte vor drei Monaten Konstanz gemacht. Noch sei es aber zu früh um zu bewerten, welche konkreten Maßnahmen gegen den CO2-Ausstoß die Städte bereits ergriffen hätten, hieß es von Seiten der Altivisten.

Mit Vertretern der rot-rot-grünen Koalition steht die Initiative schon länger im Dialog. Zuletzt hatten die Grünen auch unter dem Eindruck der Bürgerbewegung beschlossen, schon 2035 und nicht erst 2050 ein klimaneutrales Berlin anzustreben. „Wir werden weiter Druck machen und demonstrieren“, sagte Initiativen-Sprecher Dörre.