Berlins Bezirke

Das sind die besten Tipps fürs Wochenende in Berlin

Sport, Theater, Feste: In Berlins bunten Bezirken ist auch an diesem Wochenende jede Menge los. Ein Überblick.

Sport gibt es für Jung und Alt im Britzer Garten in Neukölln.

Sport gibt es für Jung und Alt im Britzer Garten in Neukölln.

Foto: Max Weise

Sport-Tipp: Sport- und Gesundheitsfest im Britzer Garten

Beim Sport- und Gesundheitsfest „Britz Aktiv“ am Sonntag im Britzer Garten präsentieren Berliner Sportvereine ihre vielfältigen Angebote, die zum Teil direkt während des Fests ausprobiert werden können. Die Vereine geben Einblicke in ihr Training und zeigen ihr Können beispielsweise beim Breakdance. Mit dabei sind unter anderem auch die Cheerleader des SV Buckow 1997 e.V.. Hardstyle Martial Arts Berlin e.V. und der JV Stern Britz e.V präsentieren Kampfsport, Karate und Selbstverteidigung. Kurze und praktische Kneipp-Anwendungen erhalten Interessierte vom Kneipp-Verein Berlin e.V. Wie gesund Lachen ist, erfahren die Besucher beim Lachyoga der Initiative „Hauptstadt lacht“. Und wer sein Wissen im Bereich Erste Hilfe auffrischen will, erhält praktische Tipps von den Sanitätern des Deutschen Roten Kreuzes, die ebenfalls teilnehmen.

18. August, 12 bis 18 Uhr, „Britz Aktiv“ im Britzer Garten. Eintritt: drei Euro, ermäßigt 1,50 Euro. Weitere Informationen: www.britzer-garten.de.

Fest-Tipp: Kloster Lehnin präsentiert sich auf dem Lehniner Platz in Wilmersdorf

Der Lehniner Platz in Wilmersdorf wurde schon vor 1893 nach dem Ort Lehnin im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark benannt. Bekannt ist der Ort durch das 1180 gegründete Kloster Lehnin, das älteste Zisterzienserkloster der Mark, das von Markgraf Otto I. gegründet wurde. Im 14. Jahrhundert gehörte das Kloster zu den größten Grundeigentümern der Region. Mit einem Fest soll der Austausch zwischen Berlinern und Lehninern gefördert werden. Deshalb präsentiert sich die Gemeinde Kloster Lehnin auf dem Lehniner Platz gegenüber der Schaubühne. Besucher können sich an sechs Litfaßsäulen über die Gemeinde, historische Baukultur und Natur informieren. An Marktständen werden touristische und kulturelle Angebote präsentiert, auf einer Bühne gibt es Musik. Neben regionalen Köstlichkeiten kann auch der prämierte „Bürgermeister-Apfelkuchen“ probiert werden.

Sonnabend, 17. August, Aktionstag von 10 bis 16 Uhr, Lehniner Platz, Charlottenburg-Wilmersdorf

Führungs-Tipp: Lichterfelder Baracken, die viele Geschichten erzählen

Seit etwa einem Jahr wird die Geschichte der ehemaligen Baracken für Kriegsgefangene in Lichterfelde Süd erforscht. Auf dem Gelände zwischen Osdorfer Straße und Anhalter Bahn wurden bis 1945 etwa 2600 Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter untergebracht. Heute will die Groth-Gruppe auf dem Gelände ein neues Stadtquartier mit 2500 Wohnungen errichten. Geplant ist derzeit, drei von einst zwölf Baracken zu erhalten. Eine davon soll in das neue Schulgelände integriert werden. Mitarbeiter des Denkmalamtes haben die alten Gemäuer freigelegt und bereits viele Erkenntnisse über die Unterbringung der Menschen und den Alltag im Lager gewonnen. Bei einer Führung am Sonntag wird Thomas Schleissing-Niggemann, Vorsitzender der Initiative KZ-Außenlager Lichterfelde, die Ergebnisse der Forschung vor Ort erklären. Seine Initiative hat sich maßgeblich für den Erhalt der Baracken als Gedenkort eingesetzt.

18. August, 17 bis 19 Uhr, Treffpunkt zur Führung: Landweg, Ecke Osdorfer Straße, bitte festes Schuhwerk tragen, Anmeldung unter Vorsitzender@ikz-lichterfelde.de

Familien-Tipp: Großes Kinderfest im Yaam in Friedrichshain

Young African Art Market: Dafür steht die stadtbekannte Abkürzung Yaam. Üblicherweise verbindet man mit der Location an der Schillingbrücke Partys und Konzerte. Am heutigen Sonnabend dagegen stehen Familien und Kinder im Mittelpunkt. Für junge Gäste wird der Beachclub in eine Spreepiraten-Festung verwandelt. Da können sich Kinder eine Augenklappe basteln. Ein Schminksalon malt nicht, wie bei Kinderfesten üblich, putzige Schmetterlingsmuster, sondern furchteinflößende Piraten-Tattoos. Es gibt reichlich zu essen und zu trinken, einen Planschbereich, ein großes Tauziehen und die wildesten Lügengeschichten aus dem Mund des Spreepiratenkapitäns. Und weil das Yaam nun einmal für Musik steht, gibt es auch etwas zu hören: Auf dem Programm stehen Musik aus dem Soundsystem und ein Auftritt der „Rap-Rabauk*innen Bande“.

17. August, 13 bis 19 Uhr, Yaam, An der Schillingbrücke 3, Friedrichshain, Eintritt vier Euro bzw. zwei Euro für Kinder.

Kindertheater-Tipp: Pippi Langstrumpfs Geschichte auf der Freilichtbühne Spandau

Zum letzten Mal in diesem Sommer können Besucher an diesem Sonntag „Pippi Langstrumpf“ auf der Freilichtbühne an der Zitadelle Spandau sehen. Gezeigt wird das circa 90 Minuten lange Stück „Pippi Langstrumpf – wie alles begann“ vom Berliner Kindertheater, in einer neuen Bearbeitung von Regisseur Andreas Schmidt. Mit auf der Bühne steht natürlich auch dieses Mal wieder ein echtes Pferd. Die Geschichte der schwedischen Autorin Astrid Lindgren ist beliebt und bekannt: Pippi Langstrumpf lebt in ihrer Villa Kunterbunt nach dem Motto „Ich mach’ mir die Welt, wie sie mir gefällt!“ und erlebt mit ihren neuen Freunden Annika und Thomas verschiedene Abenteuer. Als schließlich eine Seeräuberseereise ansteht, muss sich Pippi entscheiden: Bleibt sie bei ihren neuen Freunden oder sticht sie mit Papa in See? Das Stück eignet sich für Kinder ab drei Jahren.

18. August, 16 Uhr, Freilichtbühne an der Zitadelle, Am Juliusturm 62, Spandau, Eintritt zehn Euro, ermäßigt acht Euro.

Ausstellungs-Tipp: Märkisches Museum in Mitte lädt zum Sommerfest

Das Märkische Museum in Mitte lädt am Sonntag zum Museumsfest. Das Geschichtshaus, Teil des Stadtmuseums Berlin, öffnet dafür zwischen 16 und 22 Uhr für alle Interessierten kostenlos seine Türen. Auf die Besucher warten unter anderem Führungen durch die Dauerausstellung über Berlins Geschichte sowie durch die temporären Schauen wie zu Künstlergrafiken in Ost-Berlin. Auch der geführte Aufstieg auf den Museumsturm samt Blick über Berlins Innenstadt ist möglich. Daneben werden Teile der Sammlung mechanischer Musikinstrumente wie Pianola, Orchestrion und Grammophon in Aktion vorgeführt. Das Stadtmuseum Berlin stellt daneben seine Zukunftspläne vor samt Gedanken zur Entwicklung des Museums- und Kreativquartiers am Köllnischen Park. Das Museum gibt zudem einen Ausblick auf kommende Ausstellungen, etwa zum Berlin des märkischen Schriftstellers Theodor Fontane. Im Innenhof spielt zu Speisen und Getränken die Jazz-Formation Iwona & the Crazy Vibes auf.

Märkisches Museum, Am Köllnischen Park 5, 10179 Mitte. So. 18.8. 16-22 Uhr. Eintritt frei.

Café-Tipp: Eisderix – Köstliches Eis ohne Zusatzstoffe in Neukölln

Es gibt Dinge, die einen schönen Sommertag noch schöner machen können. Ein gutes Eis gehört sicherlich dazu. Wer das sucht, ist an der Böhmischen Straße 48 in Rixdorf im „Eisderix“ genau richtig. Seit zwei Sommern nun bieten hier Philippe Schröder, Paul Kolek und Kris Ramoudt Neuköllnern und Eisliebhabern die kalte Köstlichkeit an. Der Name hat übrigens einen französischen Einschlag und bedeutet soviel wie Eis aus Rixdorf. Zwischen 1,30 und 1,50 Euro kostet hier eine Kugel, eine „Kinderkugel“, ein etwas kleinerer Bollen Eis also, kostet 30 Cent weniger. Und die Eismacher beweisen in ihrer Eisdiele: Es braucht keine besonders außergewöhnlichen Sorten, um die Kundschaft zu begeistern. Die Liebe und Leidenschaft, die im Mango-Sorbet oder im Vanille-Eis stecken, schmeckt man heraus.

Auf ihrer Internetseite schreiben die Eishersteller selbst: „Manchmal reicht auch einfach ein verdammt gutes Schokoladeneis.“ Und das gibt es im Eisderix: Das „Schokoladé“, wie es hier heißt, wird aus mehreren Schokosorten zusammengestellt. Die drei Gründer setzen bei ihrem Eis auf natürliche Zutaten und verzichten auf Zusatzstoffe. Und so wird hier eigentlich jeder fündig auf der Suche nach der passenden Eissorte: Für schwangere, vegane oder figurbewusste Naschkatzen gibt es mehrere Sorbets zur Auswahl – von Mango über Heidelbeere, Maracuja, Himbeere bis hin zu Honigmelone und Rote Johannisbeere – für Klassiker steht Schoko, Vanille und Pistazie bereit. Und wer es doch etwas ausgefallener mag, der kann sich an Ingwer-Orange, Marzipan-Mohn oder Walnuss-Feige erfreuen. Oft bilden sich lange Schlangen vor der Eisdiele, die im Sommer in der Regel – außer bei schlechtem Wetter – zwischen 13 und 22 Uhr geöffnet hat. Direkt vor dem Laden lädt eine kleine Bank zum Sitzen ein, nur wenige Schritte entfernt liegt der Böhmische Platz mit Tischtennisplatten und ebenfalls verschiedenen Sitzmöglichkeiten.

Eisderix, Böhmische Straße 48, Neukölln. 13 bis 22 Uhr, www.eisderix.de