Trauer

Ehemaliger Senatskanzlei-Chef Volker Kähne gestorben

Der Politiker sorgte zehn Jahre lang dafür, dass im Senat von Eberhard Diepgen alles möglichst glatt und geräuschlos ablief.

Volker Kähne, der ehemalige Chef der Berliner Senatskanzlei, ist im Alter von 78 Jahren gestorben.

Volker Kähne, der ehemalige Chef der Berliner Senatskanzlei, ist im Alter von 78 Jahren gestorben.

Foto: Tim Brakemeier / picture-alliance / dpa

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat den ehemaligen Chef der Senatskanzlei, Volker Kähne, gewürdigt. Kähne habe sich um Berlin und die Berliner verdient gemacht und „im allerbesten Sinne des Wortes gedient“, schrieb Müller am Dienstag. Kähne war, wie jetzt bekannt wurde, am 26. Juli im Alter von 78 Jahren gestorben. Der Jurist war Staatssekretär, führte zwischen 1991 und 2001 die Senatskanzlei im Roten Rathaus unter dem Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU).

In den Vordergrund drängelte sich der frühere Oberstaatsanwalt dabei nie. Zeitgenossen empfanden ihn als eher unauffällig. Niemand, den jeder kannte. Dafür sorgte der als höchst effizient geltende Kähne im Hintergrund dafür, dass in Diepgens Senat alles möglichst glatt und geräuschlos ablief. Weggefährten nennen ihn einen „vorbildlichen preußischen Beamten“, obwohl er aus Thüringen stammte. Kähne selbst sagte einmal: „Ich habe den interessantesten Job, den es im Land Berlin zu vergeben gibt.“

Ein Thüringer, der zum Berliner wurde

Volker Kähne habe seine Aufgaben mit Umsicht, Kompetenz und persönlicher Bescheidenheit erfüllt, so Müller weiter. „Es sind in der Stadtgeschichte besondere Jahre gewesen, denn es war das wichtige Jahrzehnt nach dem Fall der Berliner Mauer, in dem vieles neu bedacht, grundlegend formuliert und für die Zukunft gestaltet werden musste.“

Der Regierende Bürgermeister würdigte Kähne als „herausragenden Juristen und Beamten“. „Er kam aus Thüringen nach Berlin, und wie so viele andere, die nicht in unserer Stadt geboren sind, hat er Berlin bereichert und ist selber zum Berliner geworden“, so Müller. Berlin danke Kähne und werde ihn immer in Erinnerung behalten.