Bildung

Linken-Politikerin fordert mehr Personal für Schul-Planung

Angesichts 26.000 fehlender Schulplätze sagt Linken-Bildungspolitikerin Regina Kittler, die Zahlen seien seit 2012 bekannt gewesen.

Bildungspolitikerin Regina Kittler (Linke).

Bildungspolitikerin Regina Kittler (Linke).

Foto: DiG | TRIALON

33.000 Erstklässler haben an diesem Montag ihren ersten Schultag. Schulsenatorin Sandra Scheeres indes wird in dieser Woche die aktuellen Zahlen zum Schulplatzmangel vorlegen. Aus der Koalition kommt jetzt die Forderung nach personeller Aufstockung. „Wir brauchen zusätzliche Kapazitäten in den zuständigen Behörden, wir brauchen mehr Personal“, forderte Regina Kittler (Linke) im Inforadio. Sie sitzt auch in der AG Schulbau.

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass laut Controllingbericht der Bildungsverwaltung zur Schulbauoffensive in den nächsten zwei Jahren bis zu 26.000 Schulplätze fehlen könnten. Gleichzeitig hatte der Landeselternausschuss (LEA) erklärt, man sei „hochgradig unzufrieden mit der Bewegungslosigkeit beim Abschneiden Berlins in den Vergleichsarbeiten, bei der Schulabschluss-Quote und beim Thema Unterrichtsausfall.“ Kritisiert wurde, dass 11,7 Prozent der Berliner Schüler ohne Schulabschluss (2017) bleibe. Das liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Zu Forderungen aus der Berliner CDU, Scheeres solle zurücktreten, sagte Bildungspolitikerin Kittler mit Blick auf die Große Koalition in Berlin von 2012 bis 2016 im Inforadio: „Rücktrittsforderungen lösen die Probleme nicht. Auch die CDU war hier in der Verantwortung.“ Seit 2012 seien die Zahlen bekannt gewesen. „Erst Ende 2015 hat der Senat anerkannt, dass dieser Bedarf auf uns zukommt“, so Kittler, die selbst als Lehrerin gearbeitet hat. (BM)