Berliner Feuerwehr

Großbrand, Tegel-Einsatz, Unwetter - Feuerwehr am Limit

In Lübars brannte ein Pferdebetrieb, die Feuerwehr rückte mit Großaufgebot an. Am Flughafen Tegel musste Gefahrgut gesichert werden.

Einsatzkräfte der Feuerwehr bekämpfen den Brand direkt im Strohlager

Einsatzkräfte der Feuerwehr bekämpfen den Brand direkt im Strohlager

Foto: dpa/Jörg Carstensen

Berlin. Wegen zweier Großeinsätze und einem erhöhten Aufkommen im Rettungswesen hat die Berliner Feuerwehr am Montagnachmittag den Ausnahmezustand ausgeufen.

Zum einen brannten am Alten Bernauer Heerweg Ecke Quickborner Straße in Lübars am Montagnachmittag mehrere Gebäude in einem Pferdebetrieb in voller Ausdehnung.

Zunächst rund 100 Einsatzkräfte versuchten, die Pferde in Sicherheit zu bringen und ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude zu verhindern. Dabei stellte die Wasserversorgung die Feuerwehr vor Probleme, das Wasser musste über eine längere Strecke transportiert werden. Die Zahl der Einsatzkräfte wurde später auf 115 erhöht.

Wie Feuerwehrsprecher Björn Radünz der Berliner Morgenpost sagte, brannten auf dem Hof Lagerhallen, in denen große Mengen Stroh gelagert waren. Tiere und Menschen waren demnach nicht gefährdet. Die Polizei twitterte später, dass mehrere Hallen brennen würden, darunter eine Pferdehalle, eine Strohhalle und eine Werkstatt.

"Die Einsatzstelle ist übersichtlich, wird uns aber noch bis spät in die Abendstunden beschäftigen", hieß es am späten Nachmittag von der Berliner Feuerwehr. Weiterhin würden einzelne Glutnester gelöscht.

Brand ein Schock für Pferdebesitzer

Für Pferdebesitzer war der Brand ein Schock. Sie mussten teilweise an der Hauptstraße ausharren, bis sie zu ihren Tieren konnten. Die Rauchwolke war auch am Rand von Lübars zu sehen, es roch stark nach verbranntem Heu.

„Pferde sind Fluchttiere. Sie werden Panik gehabt haben und womöglich unter Schock stehen. Ich werde gleich den Tierarzt kommen lassen", sagte ein Pferdebesitzer.

Am Flughafen Tegel Frachtstück mit Gefahrgut defekt

Zusätzlich musste die Feuerwehr zum Flughafen Tegel ausrücken. Sie unterstütze dort die Werkfeuerwehr wegen eines defekten Frachtstücks mit Gefahrgut, wie es auf Twitter hieß.

Der Flugverkehr am Tegeler Airport sei von dem Einsatz nicht beeinträchtigt gewesen meldete der Flughafen. Später wurde Entwarnung gegeben, es seien keine Substanzen aus dem defekten Frachtbehälter ausgetreten.

"In Vollschutzanzügen konnten unsere Spezialkräfte ein defektes Frachtstück sichern", teilte die Feuerwehr am späten Nachmittag mit.

Zahlreiche Einsätze wegen des Unwetters

Wegen Unwetters ist die Berliner Feuerwehr am Montagabend zu einer Vielzahl von Einsätzen ausgerückt. Schon am Nachmittag war der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Die meisten Notrufe kamen demnach aus Reinickendorf und Wedding. Verletzt wurde den Angaben zufolge niemand. Die Häufigkeit der Einsätze sei aber eine Herausforderung, sagte ein Sprecher. Der Ausnahmezustand wurde am Abend wieder aufgehoben.