Freizeit

Das sind die besten Tipps zum Wochenende in Berlin

Kunst, Sport, Straßenfeste: In den Bezirken der Hauptstadt ist eine Menge los. Hier gibt es Ideen für die Freizeitgestaltung.

Die Klosterruine in Mitte wird oft für Veranstaltungen genutzt.

Die Klosterruine in Mitte wird oft für Veranstaltungen genutzt.

Foto: ink Agop

Musik und Kunstinstallationen in der Klosterruine in Mitte

Viel Leben kommt am heutigen Sonnabend in die alte Klosterruine in Mitte. Zum zweiten Mal findet unter dem Namen „Paradise Found“ ein Musik- und Kunstprogramm zwischen den Gemäuern der ehemaligen Franziskaner Klosterkirche Berlin statt. Das von der Plattform Creamcake kuratierte Programm setzt darauf, Talente zu fördern, und sie in ihrem eigenen Tempo entwickeln zu lassen. Auftreten wird in diesem Rahmen am Sonnabend der Saxophonist Bendik Giske, der mit seinem repetitiven Jazzspiel fast tranceartige Musik erzeugt. Begleitet wird die Musik von einer Installation des Künstlers Nils Koetting, einer Verknüpfung von Text, Licht, Performance und Video. Zudem gibt es sphärische Musik der Glasgowerin Maria Rossi. Die eingeladenen Musiker und Künstler antworten zudem auf die Frage der Kirche als Symbol von Konvention und institutioneller Macht.

18 Uhr, Ruine der Franziskaner Klosterkirche, Klosterstraße 73a, Mitte. Eintritt: sieben Euro. Öffnung der Klosterruine: Mai – Oktober, 10 – 18 Uhr.

Zwischen Illusion und Realitäten – Führung durchs Schloss Charlottenburg

„Zwischen Illusion und Realitäten – Kunst, Pflicht und Liebe im 18. Jahrhundert im preußischen Berlin“ lauten Führungen, die Kunsthistorikerin Sabina Scheliga anbietet. Die Teilnehmer erfahren, welche Geschichten das Schloss Charlottenburg erzählt, welchen Lebensstil die historischen Persönlichkeiten bevorzugten, und was ihnen wichtig war. Der Weg führt durch Festsäle und die ehemaligen Wohnungen. Dabei berichtet Scheliga über den berühmten König, Friedrich den Großen und die temperamentvolle Königin Luise. Besondere Kunstwerke der Kunstgeschichte wie zum Beispiel das Gemälde „Gersaints Ladenschild“ des französischen Malers Antoine Watteau sowie bauliche und schmückende Details in den Räumen werden unter die Lupe genommen.

Eine Führung dauert 90 Minuten und kostet 20 Euro, ermäßigt 17 Euro. Termine sind Do., 1. August, 11 und 16 Uhr, Fr., 2. August, 15 Uhr und Sbd., 3. August, 11 Uhr. Treffpunkt ist im Ehrenhof des Schlosses vor der Reiterstatue.

Echse, Gorillas & Co. auf der Bühne im Sommergarten der Ufa-Fabrik

Bei der Show von und mit Michael Hatzius, der Echse, den Gorillas sowie dem Schalala-Mitsingding treffen sich laut Ankündigung der Ufa-Fabrik sechs Künstler, deren Spiel sich im direkten Kontakt mit dem Publikum entwickelt. Michael Hatzius, mehrfach preisgekrönter Puppenspieler und Comedian, wird mit der allwissenden mürrisch-charmanten Echse den Abend mitgestalten. Die Echse gibt dabei Anekdoten aus ihrem bunten Leben zum Besten. Sie hat aber auch ein offenes Ohr für das Publikum. Die Gorillas, Berlins bekanntestes Improvisationstheater, reagiert darauf unmittelbar und somit einmalig. Die Themen, die das Publikum vorgibt, werden von den Gorillas unmittelbar in Theaterszenen umgesetzt, wird versprochen. Die Vorstellungen laufen von Mittwoch, 31. Juli bis Sonnabend, 3. August, ab jeweils 20 Uhr. Open Air Bühne im überdachten Sommergarten, Ufa-Fabrik, Viktoriastraße 10 – 18, Tempelhof-Schöneberg; 19 Euro, Studenten (nur im VVK): 12 Euro.

Bestellung: Mo.-Sa., 10-18 Uhr. So, 14-18 Uhr unter Telefon: 755 03 0, E-Mail: vorbestellung@ufafabrik.de oder www.ufafabrik.de/de/spielplan.html

Mythen der Hundeerziehung: Vortrag im neuen Tierheim Treff Südwest

Im März wurde die neue Außenstelle der Tierheims Berlin in Lichterfelde eröffnet – ganz in der Nähe des ehemaligen Standorts in Lankwitz. Seitdem werden in dem Tierheim-Treff Südwest, der von Brigitte Jenner betreut wird, auch regelmäßig Veranstaltungen angeboten. Am heutigen Sonnabend soll mit Mythen der Hundeerziehung aufgeräumt werden. Magdalena Artowitz-Fehrmann ist Hundetrainerin im Tierheim Berlin am Hausvaterweg in Hohenschönhausen. Sie hat ein IHK-Zertifikat als Hundeerzieherin und arbeitet auch als Tierheilpraktikerin und Verhaltensberaterin. Die Expertin berichtet über veraltete Denkmodelle in der Hundeerziehung sowie Formen der Kommunikation zwischen Hund und Mensch. Ihre theoretischen Ausführungen erläutert sie immer auch anhand von praktischen Beispielen aus dem Alltag.

27. Juli, 13–15 Uhr, „Rangordnung, Rudelstellung und ander Mythen – wie sich die moderne Hundeerziehung verändert hat“, Brauerstraße 1A, Eintritt frei, ohne Anmeldung.

Kindermuseum zeigt das Geheimnis der Eisproduktion ohne Strom

Zur Sommerzeit ein Eis in exotischen Geschmacksrichtungen zu schlecken, das gilt in Berlin als Beweis von Stil. Aber Eis genießen, das ganz ohne Strom produziert wird? Wie geht das? Im Mach-mit-Kindermuseum dürfen es kleine Besucher in diesem Ferien ausprobieren. Mit Hilfe von Kurbelbewegungen an einer speziellen Maschine erzeugen sie Eiscreme durch Muskelkraft – und können das Ergebnis dann gleich kosten. Bei der Gelegenheit empfiehlt sich auch ein Besuch in der neuen Dauerausstellung des Museums. Unter dem Titel „Auf dem Holzweg“ dreht sich alles um den Baustoff der Natur. Dabei können Kinder Holzbuden selbst bauen, verschiedene Holzarten befühlen, Jahresringe an Holzscheiben zählen und Waldvögel singen hören. Sie entdecken das Gold der Bäume in der Waldapotheke und bekommen sogar Tipps von einer Fachfrau, die das Waldbaden erklärt.

Mach-mit-Kindermuseum, Senefelderstraße 5, 10437 Berlin, Prenzlauer Berg, Di. – So., 10 bis 18 Uhr, Eintritt sieben Euro, ermäßigt 3,50 Euro.

Sommeroper im Kulturstall Schloß Britz feiert Premiere

Sommer heißt in Kulturstall Schloß Britz: Sommeroper. Mit der komödiantischen Italienerin in London hat das Britzer Sommeropernteam im vergangenen Jahr sein Publikum glücklich gemacht. Bei der Suche nach einem würdigen Nachfolger stieß es auf eine andere selten gespielte Oper ebenfalls aus der Mozartzeit: „L’ americano“ von Niccoló Piccinni. Wie es sich für ein Singspiel gehört, spielen natürlich wieder Liebe und Intrigen eine große Rolle. Ein Opernabend, der in malerischer Kulisse großen Spaß verspricht. Denn Piccinnis Intermezzo bringt alles mit, was für einen unterhaltsamen Opernabend gebraucht wird: Tolle Arien für die Sänger und klangschöne Instrumentation für das Orchester unter der bewährten künstlerischen Leitung von Stefan R. Kelber.

Schloss und Gutshof Britz, Alt-Britz 81. Die Oper wird an fünf Terminen aufgeführt: Sonnabend, 27. Juli, um 19.30 Uhr, Sonntag, 28. Juli, um 16 Uhr, Freitag 2. August um 19.30 Uhr, Sonnabend, 3. August um 19.30 Uhr, Sonntag 4. August um 16 Uhr. Tickets unter www.musikschule-paul-hindemith.de oder per Telefon: 902 393 344. Ticketpreise 18 Euro, ermäßigt zwölf Euro.