Von Dassel

Mitte will Parkplätze für E-Scooter freiräumen

Um das Problem wild abgestellter E-Scooter zu beheben, will Mittes Bürgermeister von Dassel Parkplätze zu Verleihstationen umwandeln.

E-Scooter werden in Berlin häufig wild auf dem Gehweg abgestellt.

E-Scooter werden in Berlin häufig wild auf dem Gehweg abgestellt.

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

E-Scooter sorgen in Berlin weiterhin für viele Diskussionen. Ein Grund für den Ärger: Viele der elektrischen Tretroller werden kreuz und quer auf dem Gehweg abgestellt. Um dem Wildwuchs beizukommen, plädiert Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) dafür, auf der Straße Platz zum Parken der E-Scooter zu schaffen. „Es müssen Parkplätze wegfallen und dort müssen Verleihstationen für E-Scooter und Leihräder hin“, sagte von Dassel am Freitag.

E-Scooter sind besonders in Berlin-Mitte ein Problem

Der Bezirksbürgermeister fordert, dass der Senat den Dienst entweder nur an einen Betreiber vertraglich ausschreibt, oder von allen Anbietern Sondernutzungsgebühren für das Abstellen im öffentlichen Straßenraum verlangt. So kämen die Verleihstationen entweder dem einen Anbieter zugute oder mehrere müssten sie sich teilen. Die Frage sei noch, wie viel Platz man zur Verfügung stelle, so von Dassel.

In jedem Fall brauche man eine landesweite Regelung. „Klar ist, so geht es nicht weiter“, sagte er. Der Bezirk Mitte bekäme das Problem besonders zu spüren. „Für uns ist das brennend, für andere nicht genau so.“

Von Dassel will Gebühren von E-Scooter-Anbietern verlangen

Der Bezirksbürgermeister hatte zuletzt mehrfach Kritik an der Zahl der E-Scooter und dem Verhalten der Fahrer geäußert. „Das stellt nochmal die Rücksichtslosigkeit vieler Fahrradfahrer in den Schatten“, sagte von Dassel am Freitag. Eine Schwemme der elektrischen Tretroller sehe er derzeit zwar nicht, dennoch müsse eine Regelung gefunden werden. „Klar ist, es gibt noch mehrere Betreiber, die demnächst kommen. Dann wird es richtig lustig.“

Sollte es auf absehbare Zeit keine landesweite Regelung geben, hatte der Bezirksbürgermeister angekündigt, selbst Sondernutzungsgebühren von den Anbietern zu verlangen.

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