Prozesse

Einbruchserie: Vier junge Männer auf der Anklagebank

Ein Konterfei der Justitia am Eingang des Landgerichts in der Turmstraße.

Ein Konterfei der Justitia am Eingang des Landgerichts in der Turmstraße.

Foto: dpa

Berlin. Gegen vier junge Männer, die für eine Serie von Einbrüchen in Einfamilienhäuser in Berlin verantwortlich sein sollen, hat der Prozess vor dem Landgericht begonnen. Drei der 18- bis 20-Jährigen sollen in sechs Häuser eingestiegen sein. In fünf weiteren Fällen sei es beim Versuch geblieben. Die mutmaßliche Bande soll innerhalb von einem Monat Bargeld, Schmuck und Uhren im Wert von insgesamt knapp 48 000 Euro erbeutet haben. Dem vierten Angeklagten wird Beihilfe vorgeworfen. Ob sich die jungen Männer zu den Vorwürfen äußern werden, blieb am Donnerstag zu Beginn der Verhandlung offen.

Die mutmaßlichen Einbrecher seien durch Aufhebeln oder Einschlagen von Türen und Fenstern in die Häuser gelangt, heißt es in der Anklage. Ein 19-Jähriger habe als Helfer bei einigen der Taten in der Zeit von Mitte Dezember 2018 bis Mitte Januar 2019 das Fluchtauto zur Verfügung gestellt. Zwei der Angeklagten müssen sich außerdem wegen Erpressung eines 13-jährigen Jungen verantworten. Bei dem Geschädigten habe es sich um eine Internetbekanntschaft eines 18-jährigen Angeklagten gehandelt.

Die drei Hauptangeklagten waren wenige Tage nach einem Einbruch in ein Haus in Berlin-Neukölln, bei dem die mutmaßlichen Täter einen Schaden von 7600 Euro verursacht haben sollen, festgenommen worden. Sie befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. Der Prozess wird am 23. Juli fortgesetzt.