Unfälle

Erster selbstfahrender Bus Brandenburgs in Unfall verwickelt

Bereits bei der Premieren-Fahrt hatte der erste selbstfahrende Bus einen Unfall. Menschen wurden nicht verletzt.

Wusterhausen. Bei seiner Premieren-Fahrt durch Wusterhausen (Ostprignitz-Ruppin) ist der erste selbstfahrende Bus in Brandenburg am Montag in einen Unfall verwickelt worden. Nach Polizeiangaben gerieten ein Auto und der fahrerlose Kleinbus seitlich aneinander. Der Autofahrer habe offenbar die Breite des autonom fahrenden Busses unterschätzt. Menschen seien nicht verletzt worden. Zuvor hatte die "Märkische Allgemeine Zeitung" berichtet.

"Nach der Hälfte der offiziellen Linienfahrt war erst einmal Schluss", bestätigte der Chef der Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft (ORP), Ulrich Steffen, am Dienstag auf Anfrage. Der Kleinbus sei programmiert gefahren und habe bei Annäherung eines anderen Objekts sofort gestoppt. Der Autofahrer dahinter habe die Situation falsch eingeschätzt und zu spät reagiert. An dem autonomen Kleinbus sei ein minimaler Lackschaden entstanden.

Selbstfahrender Bus in der Stadt als Fremdkörper unterwegs

"Der selbstfahrende Bus ist in der Stadt momentan als Fremdkörper unterwegs, der muss erstmal akzeptiert werden", sagte Steffen. Das erfordere auch ein Umdenken von Verkehrsteilnehmern. Die Erfahrungen, die nun durch das Pilotprojekt in Wusterhausen gesammelt würden, könnten dazu führen, dass Fehler künftig vermieden werden.

In dem selbstfahrenden Elektrobus sitzt derzeit noch ein speziell geschulter Busfahrer, der das System überwachen soll. Dieser sogenannte Operator kann den Bus auch per Hand steuern, sollte sich auf der programmierten Route ein Hindernis befinden - etwa ein parkendes Auto. Damit der Bus das selbst erkennt, sind am Fahrzeug aber Sensoren angebracht. Bis Mitte des Jahres 2020 soll untersucht werden, wie automatisierter Verkehr auf dem Land funktioniert.