Charité

Patient auf Isolierstation: Kein Krim-Kongo-Fieber

Es bestand der Verdacht auf eine ansteckende Krankheit. Ein Spezialrettungswagen brachte den Patienten auf eine Sonderisolierstation.

Foto: 54° / Felix Koenig / imago/Agentur 54 Grad

Berlin. Wegen des Verdachts auf eine ansteckende Krankheit ist die Feuerwehr in eine Klinik in Berlin-Friedrichshain gerufen worden. Ein Patient wurde am Donnerstagnachmittag von dort mit einem für solche Fälle ausgestatteten Spezial-Rettungswagen auf die Sonderisolierstation des Virchow-Klinikums der Charité in Mitte gebracht. 24 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen, sagte eine Feuerwehrsprecherin. Einsatzkräfte trugen demnach Körperschutzanzüge, um sich vor einer möglichen Infektion zu schützen.

Am Abend gab eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung Entwarnung: "Der Patient ist nicht wie befürchtet am Krim-Kongo-Fieber erkrankt." Er werde weiter untersucht und behandelt. Zunächst war nur vom Verdacht auf eine "infektiöse Erkrankung" die Rede gewesen. Der zuständige Amtsarzt habe "aus Sicherheitsgründen" die Überführung in die Sonderisolierstation veranlasst. Der Verdachtsfall sei wie vorgeschrieben dem Robert Koch-Institut gemeldet worden.

Was ist das Krim-Kongo-Fieber?

Das sogenannte Krim-Kongo-Fieber gehört wie Ebola zu den Viruserkrankungen, die - in schweren Fällen - mit Blutungen einhergehen können. Es kommt in vielen Ländern Afrikas, Asiens und auch in manchen europäischen Ländern vor. In Deutschland tritt es nicht auf. Es sind allerdings zum Beispiel aus dem Jahr 2009 zwei importierte Fälle bekannt. Die Patienten hatten sich in Afghanistan und der Türkei angesteckt.

Das Virus befindet sich in grasfressenden Haus- und Wildtieren. Durch einen Stich von Zecken wird es übertragen. Die Zecke nimmt also das Blut des Tieres auf. Beißt die Zecke z.B. einen Menschen kann das Virus über den Speichel übertragen werden. Von Mensch zu Mensch kann das Virus über Urin, Kot, Speichel oder infiziertes Blut übertragen werden.