U-Bahn

Ersatzverkehr auf der U9: Kaum Zeitverlust

An der U9 wird der Bahnhof Spichernstraße saniert. Die BVG hat einen Ersatzverkehr eingerichtet. Und auch an der U1 wird gearbeitet.

Der Ersatzverkehr auf der Strecke der U-Bahnlinie U9 am Montagmorgen.

Der Ersatzverkehr auf der Strecke der U-Bahnlinie U9 am Montagmorgen.

Foto: Katrin Lange

Berlin. Seit Montag ist die U-Bahnlinie U9 für zwei Tage und anschließendab 23 Uhr zwischen Güntzelstraße und Zoologischer Garten unterbrochen. Am Bahnhof Güntzelstraße wurde ein Ersatzverkehr eingerichtet, die Fahrgäste müssen in Busse umsteigen.

Das klappte am Montag gegen 7 Uhr reibungslos. Während die meisten Fahrgäste informiert waren und an der Güntzelstraße den auf dem Boden aufgeklebten, gelben Fußspuren folgten, liefen BVG-Mitarbeiter durch die Wagen, um auch die Sitzengebliebenen und noch Ahnungslosen zum Aussteigen zu bewegen. Die Haltestelle des Ersatzbusses war nur wenige Meter entfernt, auch hier stand ein BVG-Mitarbeiter für Nachfragen bereit. Die Busse, oft lange Schlenker, fuhren in kurzen Abständen. Drängeln und Schieben blieben aus. Weil die Station Güntzelstraße nicht barrierefrei zugänglich ist, fahren die Busse bis Berliner Straße. Fazit: Kaum Zeitverlust durch den Ersatzverkehr.

Von der Einschränkung betroffen sind nur die Nutzer der U-Bahnlinie 9 in Richtung Osloer Straße. Sie gilt noch am Dienstag, 16. Juli, den ganzen Tag und vom 17. Juli bis 22. August, von Sonntag bis Donnerstag in der Zeit zwischen 23 Uhr und 0.30 Uhr. Der Grund sind Bauarbeiten am U-Bahnhof Spichernstraße in Wilmersdorf. Vom 18. Juli an soll die U-Bahn im Bahnhof Spichernstraße dann wieder durchfahren, bis 22. August sonntags bis donnerstags allerdings nur jeweils bis 23 Uhr. In der verlängerten Nachtpause bis 3.30 Uhr werde dann weiter gearbeitet.

Dort starten die Modernisierungsarbeiten in dieser Woche in eine neue Phase. Unter anderem soll ein Aufzug eingebaut werden. Dafür ist der Übergangstunnel zwischen den Bahnsteigen für die U3 und die U9 bereits seit mehr als einem Jahr geschlossen. Die Fahrgäste müssen deshalb einen längeren Umweg beim Umsteigen in Kauf nehmen. Für den neuen Aufzug wird laut BVG nun frischer Beton angeliefert und verarbeitet. Dafür musste der U-Bahnhof vom 15. bis 17. Juli geschlossen werden.

Die Fahrgäste der U9, die am Rathaus Steglitz einsteigen, sind Bauarbeiten an den Bahnhöfen gewöhnt. Seit Jahren werden die Stationen Rathaus Steglitz und Schloßstraße saniert, so dass öfter Zugänge geschlossen sind.

Bahnhof Kurfürstendamm geschlossen

Und da auch noch der Tunnel der U1 zu sanieren ist, wird die U-Bahnstation Kurfürstendamm gleich mit geschlossen, vom 17. Juli bis 22. August jeweils zwischen 22 Uhr abends und Betriebsbeginn gegen 3.30 Uhr am nächsten Morgen. Wegen der Sanierungsarbeiten ist der U1-Verkehr noch voraussichtlich bis 12. Dezember eingeschränkt. Sonntags bis donnerstags fahren auf der Linie ab 22 Uhr keine Züge zwischen den Stationen Gleisdreieck und Uhlandstraße.

Wie berichtet, wird am Bahnhof Uhlandstraße bis weit in das nächste Jahr der westliche Zugang wegen Baufälligkeit gesperrt. Erst im September will die BVG einen Zeitplan für die Sanierung bekanntgeben. Die Verkehrsbetriebe haben, wie viele andere öffentliche Auftraggeber auch, derzeit erheblich Mühe, aufgrund des Baubooms in der Stadt ausreichend geeignete Firmen für ihre Arbeiten zu finden.

Weitere Sperrung zwischen Alexanderplatz und Jannowitzbrücke

Weitere Bauarbeiten bei der U-Bahn kündigte die BVG auch schon an: Weil Tunnel und Gleise saniert werden, fahren auf der Linie U8 vom 28. Juli bis 5. September keine Züge zwischen Alexanderplatz und Jannowitzbrücke, zwischen Alexanderplatz und Gesundbrunnen gibt es dann Pendelverkehr im 20-Minuten-Takt. Noch bis 5. September fährt die U7 ohne Halt im U-Bahnhof Zwickauer Straße durch.