Restarbeiten

Rasenfläche vor dem Reichstag demnächst wieder frei

Seit Ende Januar war die knapp fünf Hektar große Grünfläche gesperrt. Voraussichtlich ab August darf sie wieder betreten werden.

So sah die Rasenfläche vor dem Reichstag im Juli 2018 aus.

So sah die Rasenfläche vor dem Reichstag im Juli 2018 aus.

Foto: dpa

Berlin. Eine der wohl teuersten Rasenflächen Berlins darf in wenigen Wochen wieder betreten werden. Noch bis zum 31. Juli bleibt der Platz der Republik vor dem Reichstag abgesperrt, damit der neue Rasen weiterhin gut einwachsen kann, wie Christian Zielke vom Bezirksamt Mitte der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. "Ohne die Absperrung wäre der Rasen aufgrund der starken Nutzung schnell wieder zerstört", sagte der Mitarbeiter der Pressestelle. Laut Zielke finden derzeit noch Restarbeiten statt.

Seit Ende Januar war die knapp fünf Hektar große Grünfläche gesperrt, weil neben ihr auch die Beregnungsanlage erneuert werden musste. Geplante Gesamtkosten: rund 225.000 Euro. Der Rasen hatte durch die Trockenheit im vergangenen Sommer gelitten, außerdem war die Beregnungsanlage defekt gewesen.

Der Rasen vor dem Reichstag musste in den vergangenen Jahren immer wieder erneuert werden - auch, weil er bei Großveranstaltung in Mitleidenschaft gezogen wurde. Pro Jahr gibt der Bezirk rund 50.000 Euro dafür aus. Weitere 25 000 Euro jährlich kostet der Heckenschnitt. Seit 2016 beteiligt sich der Bundestag jährlich mit 15.000 Euro am Heckenschnitt und mit 20 000 Euro an der Regeneration des Rasens. Weitere Kosten von bis zu 800 Euro pro Jahr fallen demnach für neue Düsen der Beregnungsanlage an, die immer wieder mutwillig zerstört würden.

Der Platz wurde 2002 als Ergebnis eines Wettbewerbs geplant und angelegt. Der Bezirk Mitte war am Wettbewerb nicht beteiligt.