Parade in Berlin

Was Sie zum Christopher Street Day 2019 wissen müssen

Am 27. Juli wird zwischen Kurfürstendamm und Brandenburger Tor der Christopher Street Day in Berlin gefeiert. Alle Fragen und Antworten zum CSD Berlin 2019.

Am 27. Juli findet in Berlin der 40. Christopher Street Day statt (Archivbild)

Am 27. Juli findet in Berlin der 40. Christopher Street Day statt (Archivbild)

Foto: dpa Picture-Alliance / Britta Pedersen / picture alliance / ZB

Am Sonnabend (27. Juli) fährt die CSD-Parade wieder durch die Stadt. Der 41. Christopher Street Day steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Stonewall 50 – Jeder Aufstand beginnt mit deiner Stimme“ – in Anlehnung an das 50. Jubiläum des Stonewall Aufstandes in New York 1969.

50 Jahre Stonewall: Wie eine Nacht die Welt veränderte

Auch in diesem Jahr werden wieder zwischen einer halben und einer Millionen Teilnehmer in Berlin erwartet, die bei der CSD Parade für die Rechte von Schwulen, Lesben, Transsexuellen und Transgendern, Inter- und Bisexuellen auf die Straße gehen. Der CSD ist der Höhepunkt der Pride Weeks vom 19. bis zum 28. Juli, in denen mit Festen, Regenbogenflaggen und Aktionen auf die LGBT-Community aufmerksam gemacht wird.

Warum wird der Christopher Street Day gefeiert?

Der CSD erinnert an die Willkür, mit der die New Yorker Polizei am 27. Juni 1969 in der Christopher Street von Greenwich gegen Homosexuelle vorging. Im Anschluss an die Razzia demonstrierten Schwule, Lesben, Transgender und Drag Queens gegen Polizeiwillkür. Im Folgejahr fanden in New York und anderen US-amerikanischen Städten die ersten Protestdemos in Gedenken an die Unruhen statt. Der erste "Christopher Street Day" in Berlin fand im Juni 1979 statt - "Gay Pride" war das Motto, unter dem in West-Berlin 450 Demonstranten auf die Straße gingen.

Wann und wo geht es am Sonnabend los?

Nach der Eröffnungszeremonie am Sonnabend (27. Juli) um 12 Uhr am Kurfürstendamm Ecke Joachimsthaler Straße setzt sich der Demonstrationszug in einer leicht veränderten Route in Bewegung. Aufgrund der andauernden Bauarbeiten rund um den Wittenbergplatz wird der Platz in diesem Jahr nicht Teil der CSD-Route sein. Die neue Route führt über Nürnberger Straße, Lietzenburger Straße, Nollendorfplatz, Lützowplatz und Siegessäule zum Brandenburger Tor, wo gegen 14 Uhr im Pride Village das Programm auf der Hauptbühne startet. Gegen 16 Uhr werden die ersten DemoTrucks am Brandenburger Tor zur großen Abschlusskundgebung erwartet. Ab 18 Uhr folgt hier eine Party bis Mitternacht und auch in der Stadt gibt es zahlreiche Clubs und Partys, die sich dem CSD widmen.

Hier finden Sie mehr Infos zur Route des CSD 2019.

Worauf müssen sich Verkehrsteilnehmer einstellen?

Entlang der Strecke kommt es am Sonnabend zu umfangreichen Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen. Empfohlen wird, in der westlichen Innenstadt auf S- und U-Bahn auszuweichen, da viele Buslinien wegen des Umzugs umgeleitet, verkürzt oder unterbrochen sein werden. Unter berlin.de finden Sie eine Übersicht zu aktuellen Straßensperrungen in Berlin und Brandenburg sowie eine Verkehrslagekarte. Informationen zu Sperrungen und Verzögerungen bei der BVG gibt es unter www.bvg.de.

Worum geht es beim CSD 2019?

Der CSD feiert die Vielfalt. Die Parade ist jedes Jahr ein Höhepunkt der Forderungen nach Akzeptanz und Toleranz gegenüber schwulen, lesbischen, queeren und transidenten Menschen. Auf der Internetseite der Veranstalter heißt es zum CSD 2019: "Der Berliner CSD e.V. widmet seine diesjährige Demonstration ‚50 Jahre Stonewall – Jeder Aufstand beginnt mit deiner Stimme‘ den Aktivist*innen der LSBTTIQ*-Geschichte. Im Fokus der Motto-Kampagne stehen Audre Lorde, Brenda Howard, Karl-Heinrich Ulrichs, Lili Elbe und Marsha P. Johnson."

Hier finden Sie die sechs zentralen Forderungen des CSD Berlin 2019.

Welche Künstler treten auf?

Das Pride Village auf der Straße des 17. Juni bildet den offiziellen Abschluß der CSD-Parade. Besucher erwartet eine Mischung aus Unterhaltung und Politik, Informations- und Gastronomie-Stände. Auf der Hauptbühne am Brandenburger Tor werden ab 16 Uhr neben Redebeiträgen und der Verleihung der „Soul of Stonewall Awards“ auch Bands und Künstler auftreten. Angekündigt sind unter anderem Showacts des Hamburger DJs Felix Jaehn, des Ex-Spice-Girls Melanie C., die zusammen mit der Band Sink The Pink auftritt, der Berliner Band MIA, der Sängerinnen Marianne Rosenberg und Malonda sowie von Sebastian Raetzel, dem Sänger der Band The Baseballs. Durch die Show führt das Moderatoren-Duo Annie Heger und Eybe Ahlers.

Hier finden Sie weitere Infos zum Programm der Abschlußfeier.

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