Hauptstadtverkehr

Verkehr: S-Bahnring unterbrochen, Heerstraße gesperrt

Herausforderung für Autofahrer und Bahnkunden: Die Heerstraße in Spandau ist bis Montagfrüh gesperrt, der S-Bahnring unterbrochen.

Eine S-Bahn fährt in Berlin. (Symbolbild)

Eine S-Bahn fährt in Berlin. (Symbolbild)

Foto: Schoening / picture alliance / Arco Images

Berlin . Das Wochenende dürfte für viele Autofahrer wie Nahverkehrsnutzer gleichermaßen zu einer Herausforderung werden. Zahlreiche Baustellen bremsen derzeit ein zügiges Vorankommen durch die Stadt. Zwei Bauprojekte könnten dabei besonders hinderlich sein. Bereits seit Freitagvormittag ist die Heerstraße in Spandau zwischen der Gatower und der Pichelsdorfer Straße in beiden Richtungen gesperrt. Bis Montagmorgen soll dort die Fahrbahn grundhaft saniert werden. Die vorhandene Fahrbahnkonstruktion wird dafür abgetragen und die Asphaltdeck- und Binderschicht erneuert, so das Bezirksamt. Die Berliner Wasserbetriebe wollen zeitgleich Arbeiten an ihren Anlagen durchführen.

„Fahrbahnsanierung dringend notwendig“

Die Sanierung der Straße sei dringend notwendig, sagte dazu Spandaus Verkehrsstadtrat Frank Bewig (CDU). In Teilbereichen würde die Fahrbahn schon jetzt die erforderliche Griffigkeit nicht mehr aufweisen. Ohne Sanierung müsste die zulässige Höchstgeschwindigkeit reduziert werden, so Bewig weiter. Um die Arbeiten wie geplant bis Montagmorgen, 5 Uhr, zu beenden, wird am Wochenende durchgehend, also auch nachts gearbeitet. Die Verkehrsinformationszentrale empfiehlt, während der Bauzeit den Bereich möglichst weiträumig zu umfahren. Eine Umleitungsstrecke über Nennhauser Damm, Brunsbütteler Damm und Klosterstraße ist demnach eingerichtet. Von den Einschränkungen sind auch die BVG-Buslinien X34, X49, M49 sowie die Linien 136 und 236 betroffen, die gleichfalls umgeleitet werden.

S-Bahn bekommt neue Brücke über den Wiesenweg

Seit Freitagabend ist auch der S-Bahnverkehr auf der Ringbahn unterbrochen. Bis 5. August können die Züge nicht zwischen den Stationen Ostkreuz und Frankfurter Allee fahren. Grund für die Sperrung ist der Neubau einer Brücke für die beiden S-Bahngleise über den Wiesenweg, wie die Bahn mitteilte. Die gleichfalls betroffene Brücke für die Fernbahn ist eingleisig seit Montag befahrbar und zweigleisig ab 11. Juli.

Für die insgesamt 30 Tage Bauzeit hat die Bahn einen Ersatzverkehr mit Bussen werde eingerichtet. Die Ersatzbusse pendeln dabei zwischen Ostkreuz und Storkower Straße. Einen Zwischenhalt soll es auf der Gürtelstraße geben, rund 300 Meter Fußweg vom S-Bahnhof Frankfurter Allee entfernt. Die S85 fährt während der Bauarbeiten nur zwischen Schöneweide und Pankow. Die S47 zwischen Schöneweide und Hermannstraße fällt komplett aus. Während der Bauzeit wird die S-Bahnlinie 8 geteilt: Sie fährt im Süden als S46 von Zeuthen/Grünau über Baumschulenweg bis Hermannstraße. Im Norden fährt sie als S8 zwischen Birkenwerder und Greifswalder Straße. Erst im Frühjahr sind auf dem S-Bahnring Gleise und Signalanlagen erneuert worden. Zwischen Schönhauser Allee und Greifswalder Straße konnten sechs Wochen lang keine Züge fahren.

BVG überprüft U-Bahnhof Prinzenstraße

Zu Wochenbeginn der neuen Woche kommen dann auch auf die Nutzer der Berliner U-Bahn weitere Einschränkungen zu. Die BVG kündigte an, am mehr als 110 Jahre alten U-Bahnhof Prinzenstraße die Bauwerkssubstanz überprüfen zu wollen. Vom 8. bis 10 Juli, jeweils von 3.30 Uhr bis 14 Uhr, können die Züge der Linien U1 und U3 in Richtung Warschauer Straße daher nicht an der Station halten. Fahrgäste, die dort aussteigen wollen, empfiehlt die BVG, eine Station weiter bis Kottbusser Tor und dann wieder zurück zu fahren. Diejenigen, die einsteigen möchten, fahren in die andere Richtung bis Hallesches Tor und von dort aus wieder zurück.