Immobilien

Humboldt-Universität soll Palais am Festungsgraben nutzen

Das Palais am Festungsgraben, hier beim "Festivals of Lights".

Das Palais am Festungsgraben, hier beim "Festivals of Lights".

Foto: dpa

Berlin. Nach langem Ringen um die künftige Nutzung des Berliner Palais am Festungsgraben ist eine Entscheidung gefallen. Wie der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Dienstag nach der Senatssitzung mitteilte, soll die Humboldt-Universität Hauptmieter werden. Geplant sei, in Zusammenarbeit mit einer Stiftung ein "offenes Haus" für alle Berliner zu schaffen, in dem Kunst, Kultur und Wissenschaft Platz finden. Angedacht sei ein Ort für Begegnung, Diskussionen und vielfältige Veranstaltungen. Das Konzept der Universität habe den zuständigen Ausschuss am meisten überzeugt.

Das Mitte des 19. Jahrhunderts errichtete Palais neben dem Deutschen Historischen Museum Unter den Linden gehört dem Land. Es zählt zu den wertvollsten Gebäuden in Berlins historischer Mitte und weckte schon zahlreiche Begehrlichkeiten. Aktuell wird das sanierungsbedürftige Haus unter anderem von einem Theater genutzt.

2017 hatte die Berliner Immobilienmanagement GmbH ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren ausgeschrieben. Am Ende entschied ein Ausschuss mit Vertretern aus den Senatsverwaltungen und dem Bezirk Mitte über die eingereichten Konzepte, zu denen auch die Idee eines Hauses der Vereinten Nationen gehörte.

"Für diese herausragende Immobilie an einem herausragenden Standort brauchen wir Mieter, die mit solch einer denkmalgeschützten Immobilie auch umgehen können", sagte Müller. Mit der Humboldt-Universität sei das sichergestellt.