Ab ins Wasser!

Einfach mal abtauchen! Berlins schönste Badestellen

Berlin hat 50 Seen und 39 offizielle Badestellen, an denen man sich bei hochsommerlichen Temperaturen abkühlen kann. Eine Auswahl.

Sommerwetter am Müggelsee

Sommerwetter am Müggelsee

Foto: Paul Zinken/dpa

Berlin. Es wird wieder richtig heiß in Berlin. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für den heutigen Sonntag 39 Grad voraus. Laut vorläufiger Bilanz der Experten wird der Juni dieses Jahres in Berlin und Brandenburg der wärmste und sonnenreichste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Für eine Abkühlung muss man jedoch nicht ins Umland fahren: Die Stadt hat mehr als 50 Seen und 39 offizielle Badestellen. Wo lässt sich die Hitze gut aushalten? Ein Überblick über alle Bezirke und was Sie beachten sollten.

Charlottenburg-Wilmersdorf: Wer Lust auf einen Ausflug in den Norden des Grunewalds hat, sollte den Badespaß im Teufelssee nicht vergessen. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man allerdings nicht bis ans Wasser. Vom S-Bahnhof Heerstraße (Linien S3 und S9) muss man eine gute halbe Stunde laufen. Auf dem Weg liegt übrigens der Teufelsberg, von dem man einen schönen Blick über die Stadt hat. Wer Badeanzug oder -hose vergessen hat: Am Teufelssee ist Nacktbaden möglich. Auf der kleinen Liegewiese mischen sich FKK und Textil. Das Wasser ist sauber, um den See gibt es einen dichten Baumbestand. Ein kleiner Tipp: Ausreichend Getränke mitnehmen! Verpflegungsmöglichkeiten gibt es in der Nähe des Teufelssees kaum.

Friedrichshain-Kreuzberg: Wenn es darum geht, Spaß zu haben, gibt es in Friedrichshain-Kreuzberg vieles, einen offiziellen Badesee aber nicht. Aber das Sommerbad Kreuzberg an der Prinzenstraße, einhundert Meter entfernt von U-Bahnhof Prinzenstraße (Linien U1 und U3) ist ein hervorragende Alternative. Platz gibt es ausreichend: eine große Liegewiese, ein Kinderspielplatz, zwei 50-Meter-Schwimmbecken und ein Nichtschwimmerbereich. Und wer Hunger bekommt, kann sich auf der Terrasse der Cafeteria unter anderem mit Pommes und Erfrischungsgetränken versorgen.

Lichtenberg: Inmitten eines Villenviertels liegt der Orankesee: ein 300 Meter langer Sandstrand mit einem Kinderspielplatz. Er ist im Sommer sehr gut besucht, vor allem an den Wochenenden. Der Eintritt kostet fünf Euro, einen Strandkorb kann für sechs Euro gemietet werden. Auf dem Gelände befinden sich zwei Rutschen für Kinder, zwei Tischtennisplatten und ein Beachvolleyballfeld. Mit den Tramlinien M4, M5, M27 oder mit dem Bus 259 ist der Orankesee zu erreichen.

Marzahn-Hellersdorf: Hier befindet sich weder ein Freibad noch eine offizielle Badestelle. Seit Jahren wird über ein Freibad in dem Bezirk mit mehr als 270.000 Einwohnern diskutiert. Obwohl viel Marzahn-Hellersdorfer bei hohen Temperaturen in den Kaulsdorfer Seen oder im Biesdorfer Baggersee baden, sind die Gewässer aufgrund der zu schlechten Wasserqualität nicht zum Baden freigegeben.

Mitte: Wer hier einen See sucht, an dem es ruhig und vielleicht sogar romantisch zugeht, ist am Plötzensee mit großer Sicherheit falsch. Denn das Gewässer in Wedding ist sehr beliebt. Das Strandbad Plötzensee in Wedding liegt in der Nähe des Volksparks Rehberge und verfügt über einen dichten Baumbestand. Wenn das Wetter im Sommer gut ist, wird es dort schnell voll. Café, Kinderspielplatz, laute Musik und Spaß gibt es genug. Der Plötzensee ist zwar eine offizielle Badestelle, von klarem Wasser kann man hier aber nicht sprechen.

Neukölln: Wer sich an heißen Sommertagen in natürlichen Gewässern erfrischen will, hat es in Neukölln nicht leicht. Denn es gibt keinen See, stattdessen aber das Columbiabad, bekannt als „Culle“. Wegen zahlreicher Vorfälle lassen hier die Sicherheitskräfte nach 15 Uhr keine Gruppen junger Männer mehr ein. Seitdem sind die Polizeieinsätze zurückgegangen. Das „Culle“ liegt zwischen Hasenheide und Tempelhofer Feld, hat ein 50-Meter-Schwimmbecken und eine 83-Meter-Rutsche. Und vor allem einen Zehn-Meter-Turm. Das Bad ist vom U-Bahnhof Boddinstraße in fünf Minuten zu Fuß zu erreichen.

Pankow: Vom Alexanderplatz in Mitte ist das Strandbad Weißensee in nur 15 Minuten zu erreichen: mit den Tramlinien 12, M4, M13 oder mit dem Bus 250. Der Weiße See ist ein geeigneter Ausflugsort für Familien: Es gibt einen Spielplatz für die Kinder und Cocktails für die Eltern. Das verpachtete Strandbad hat freitags, sonnabends und sonntags sogar bis Mitternacht geöffnet. Die Rettungsschwimmer sind allerdings nur bis 20 Uhr im Einsatz. Danach ist das Baden auf eigene Gefahr.

Reinickendorf: Ein begehrter Ort der Erfrischung und Erholung war hier für viele das Strandbad Tegel am Tegeler See. Doch es ist bereits seit 2017 geschlossen und wird wohl so schnell auch nicht wieder öffnen. Wer dennoch in Reinickendorf in einen See springen möchte, hat andere Möglichkeiten. Die Badestelle Saatwinkel bietet einen relativ großen Sandstrand mit einem Imbiss, an dem man sich mit Wurst oder Eis verwöhnen lassen kann. Der Badestelle liegt im Südosten des Tegeler See und ist am besten mit dem Bus 133 zu erreichen.

Spandau: Wer es ruhiger mag, wird unter der Woche am Gutspark Neukladow fündig. An der Badestelle gibt es ausreichend Bänke und Tische. Auch die Liegewiese ist sehr groß, hat eine Länge von 2400 Meter und viele schattige Plätze. Mit den Buslinien 134 oder X34 fährt man bis zur Haltestelle Neukladower Allee. Von dort sind es dann noch knapp zehn Minuten zu Fuß. Wer dort übernachten möchte, kann sich über zwei Campingplätze in der Nähe freuen.

Steglitz-Zehlendorf: Ein Biergarten, ein großer Strand, ein Kinderspielplatz und viele Bäume: Der Zehlendorfer Schlachtensee ist eine begehrte Badestelle in Berlin – und zugleich sehr beliebt bei Spaziergängern und Joggern. Er liegt zwischen Wannsee und Krumme Lanke, hat klares Wasser und ist vom S-Bahnhof Schlachtensee nur sechs Minuten entfernt. Am Wochenende füllt sich das Strandbad schnell: Viele Familien mit Kindern zieht es dorthin, außerdem ist er bei Jugendlichen beliebt. Doch unter Woche ist dort leerer und ruhiger.

Tempelhof-Schöneberg: Keine Badeseen, aber immerhin zwei Freibäder gibt es in dem Bezirk: das Sommerbad Mariendorf an der Rixdorfer Straße und das Kombibad Mariendorf in der Nähe des Mariendorfer Damms. Im Sommerbad gibt es eine Rutsche, einen großen Nichtschwimmerbereich, ein 50-Meter-Schwimmbecken und Tischtennisplatten – also vieles für ein besonderes Erlebnis für Familien mit Kindern. Wer sich zwischendurch ausruhen möchte, kann auf der Liegewiese entspannen. Ein Imbiss und ein Restaurant sorgen für das leibliche Wohl. Mit der Buslinie 277 (Imbrosweg) ist das Bad einfach zu erreichen.

Treptow-Köpenick: Mitten im Wald versteckt liegt der Badestrand Kleiner Müggelsee: ein schönes Ausflugsziel im Südosten des Großen Müggelsees. Es gibt eine große Liegefläche mit Sandstrand und einen kleinen Imbiss. Beim „Bootsverleih Kleiner Müggelsee” in der Nähe des Waldparkplatzes ist es auch möglich, ein Boot zu mieten und damit übers Wasser zu schippern. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Kleine Müggelsee am besten mit der Buslinie 169 (Odernheimer Straße) zu erreichen. Von dort aus muss man nur etwa acht Minuten laufen, um das Wasser zu erreichen.

Eine Übersicht weiterer Berliner Badestellen finden Sie auf der Internetseite badegewaesser-berlin.de. Hier gibt es auch Informationen wie zum Beispiel zur Wasserqualität und Wasserrettung, zu Toiletten und zur Barrierefreiheit.