Verkehr

Bundesratsinitiative für mehr barrierefreie Bahnsteige

Kathrin Schneider (SPD), Brandenburgs Verkehrsministerin, bei einer Rede im Landtag. 

Kathrin Schneider (SPD), Brandenburgs Verkehrsministerin, bei einer Rede im Landtag. 

Foto: dpa

Potsdam. Brandenburg will sich mit einer Bundesratsinitiative für mehr barrierefreie Bahnsteige einsetzen. Die vom Bund für alle Länder einheitlich festgelegte Höhe von Bahnsteigkanten von 76 Zentimetern sei in der Lebenswirklichkeit nicht vernünftig umsetzbar, teilte Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) mit. Ein von ihrem Ministerium erarbeiteter Vorschlag hatte das Kabinett am Dienstag gebilligt. Der Bundesrat soll im Herbst darüber abstimmen. Brandenburg sei bei der Verkehrsministerkonferenz im April ausgewählt worden, den Gesetzesentwurf einzubringen.

In Deutschland gibt es unterschiedlich hohe Bahnsteigkanten: Während Berliner S-Bahn-Stationen 96 Zentimeter hoch sind, soll es in Brandenburger Bahnhöfen ausschließlich solche mit 76 beziehungsweise 55 Zentimetern Höhe geben, wie es weiter hieß. In den kommenden Jahren sollen Bahnsteigkanten im Land mit einer Höhe von 38 Zentimetern und niedriger auf 55 beziehungsweise 76 Zentimeter gebracht werden. Das betreffe rund ein Drittel der Stationen im Regionalverkehr.

Bei doppelstöckigen Fahrzeugen seien beispielsweise 55 Zentimeter hohe Kanten barrierefrei. "Dort, wo wir wegen geringerer Auslastung mit einstöckigen Fahrzeugen auskommen, sind 76 Zentimeter nötig", sagte Ministeriumssprecher Steffen Streu. "Wir wollen den barrierefreien Einstieg an unseren Bahnhöfen so bald wie möglich umsetzen", so Ministerin Schneider.