Musik

Warmmachen für Rammstein: Fans warten schon

Till Lindemann, Sänger der Band Rammstein, steht auf der Bühne.

Till Lindemann, Sänger der Band Rammstein, steht auf der Bühne.

Foto: dpa

Berlin. Vor dem Beginn des Rammstein-Konzerts am Samstagabend in Berlin haben sich Fans schon am Vormittag vor dem Olympiastadium versammelt. Mit Sonnenhüten auf dem Kopf und manchmal bequem in Campingstühlen chillend warteten sie entspannt auf den Einlass. Die Band will ab 19.30 Uhr auf der Bühne stehen, das Konzert ist seit Monaten ausverkauft. Für die international gefeierten Meister eines meist sehr martialischen Rocks kommt der Auftritt im Rahmen ihrer Europe Stadium Tour 2019 einem Heimspiel gleich. Die Musiker um Sänger Till Lindemann leben in Berlin.

Die Tour wird begleitet von ihrem titellosen siebten Studioalbum, das mit Verkaufsstart im Mai international die Charts stürmte. Viel Wirbel gab es dabei zunächst um den Song "Deutschland". Rammstein kündigten - die letztlich kritische - Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte nur mit einem Videoauszug an, im dem vier Band-Musiker Kleidung tragen, die an KZ-Gefangene erinnert.

Solche Interpretationsspielräume, das martialische Auftreten in Videos und auf der Bühne, nicht zuletzt direkte oder indirekte Zitate von NS-Ikone Leni Riefenstahl haben einer der weltweit erfolgreichsten deutschen Bands oft den Vorwurf eingebracht, sehr weit am rechten Rand zu spielen. Mit dem neuen Album positionierten sie sich nun anscheinend auf der anderen Seite. Während der laufenden Stadion-Tour gab es noch keine neuen Aufreger.