Menschenrechte

Soros-Stiftung will Hassverbrechen im Osten angehen

George Soros, Gründer und Vorsitzender der Stiftungsgruppe Open Society Foundations.

George Soros, Gründer und Vorsitzender der Stiftungsgruppe Open Society Foundations.

Foto: dpa

Berlin. Die Stiftung des US-Milliardärs George Soros richtet ihr Augenmerk auch auf Ostdeutschland. "Im ersten Schritt werden wir im Osten Berlins und Umgebung zusammen mit Partnern vor Ort eine lokale Initiative zur Bekämpfung von Hassverbrechen ins Leben rufen", kündigte Selmin Çalişkan, Direktorin im Berliner Büro der Stiftung, am Freitag an. Details würden in den kommenden Monaten bekannt gegeben.

Angesichts der sich wandelnden politischen Landschaft in den neuen Bundesländern prüften die Open Society Foundations, Organisationen zu unterstützen, die ein offenes, liberales und pluralistisches Deutschlands fördern. Nach Çalişkans Angaben unterstützt die Stiftung in Deutschland etwa 50 zivilgesellschaftliche Organisationen.

George Soros, ein in Ungarn geborener Holocaust-Überlebender, unterstützt mit seinen Open Society Foundations Bürgerrechtsprojekte in aller Welt. Nach Anfeindungen in Ungarn hatte die Stiftung im Herbst ihr Büro in Berlin eröffnet - als eines der Schwerpunktbüros neben London, New York und Washington.