Bundesweiten Ermittlungen

Berliner Behörden ermitteln nach Drohmails gegen Politiker

Nach neuen Droh-Mails an Institutionen und Politiker haben die Berliner Behörden die bundesweiten Ermittlungen übernommen.

Ermittelt wird, ob die aktuellen Mails vom 19. Juni mit vorherigen bundesweiten rechtsextremen Drohschreiben zusammenhängen.

Ermittelt wird, ob die aktuellen Mails vom 19. Juni mit vorherigen bundesweiten rechtsextremen Drohschreiben zusammenhängen.

Foto: Friso Gentsch / dpa

Berlin. Nach neuen Droh-Mails an Institutionen und Politiker haben die Berliner Staatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt die bundesweiten Ermittlungen übernommen. Dies wurde am Donnerstag mitgeteilt. Ermittelt werde, ob die aktuellen Mails vom 19. Juni mit vorherigen bundesweiten rechtsextremen Drohschreiben zusammenhängen.

Eines der damaligen Schreiben hatte sich gegen die Berliner Generalstaatsanwältin Margarete Koppers gerichtet. Daher waren die Ermittlungen in Berlin gebündelt worden. Die neue Drohung gegen die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker werde in diesem Zusammenhang gesehen.

Hintergrund: Morddrohungen gegen Lokalpolitiker Reker und Hollstein

Nach dem mutmaßlich rechtsextremistisch motivierten Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke wurde auch der Bürgermeister des sauerländischen Altena, Andreas Hollstein, bedroht. Sowohl Reker als auch Hollstein waren bereits zuvor zum Ziel von Attentätern geworden.

Der Berliner SPD-Abgeordnete Tom Schreiber hat davor gewarnt, tägliche Bedrohungen und Gewalt als normal hinzunehmen. Es werde mehr Zivilcourage gebraucht, sagte Schreiber.

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