Basketball

Bayern-Basketballer noch nicht in Partystimmung

Stefan Jovic aus München und ALBAs Martin Hermannsson (l-r.) im Zweikampf um den Ball.

Stefan Jovic aus München und ALBAs Martin Hermannsson (l-r.) im Zweikampf um den Ball.

Foto: dpa

Berlin. Die Basketballer des FC Bayern München sehen sich in der Endspielserie um die deutsche Meisterschaft auch nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel noch lange nicht am Ziel. "Wenn wir und unsere Fans jetzt denken, es steht 2:0 und alles ist in trockenen Tüchern und wir feiern jetzt im Audi Dome, dann werden wir ein blaues Wunder erleben", sagte Geschäftsführer Marko Pesic nach dem 82:77 (45:46) am Mittwochabend bei Ex-Serienmeister ALBA Berlin.

Den Bayern fehlt zur erfolgreichen Titelverteidigung in der Best-of-five-Serie nur noch ein Sieg. Diesen könnte der Meister am Sonntag (18.00 Uhr/Magenta Sport) in eigener Halle feiern und die Playoffs ganz ohne Niederlage beenden. Doch Pesic, der selbst acht Jahr als Profi für die Berliner spielte, weiß: "ALBA ist eine Mannschaft, die werden - egal, wo sie spielen - um ihr Leben kämpfen. Das ist eine Mannschaft mit unglaublich viel Charakter."

Der 42 Jahre alte frühere Nationalspieler ist von den bisherigen beiden Finals nicht nur wegen der Siege seines Teams begeistert. "Was man jetzt schon sagen kann, ist, dass es von der Qualität der Spieler und von den Spielweisen das beste Endspiel ist, das ich jemals in der Bundesliga gesehen habe", sagte Pesic: "Es können alle sehr stolz sein, dass wir so einen Wettbewerb haben."

Dem stimmte Berlins Cheftrainer Aito Garcia Reneses zu. "Man kann nicht oft sagen, dass man stolz ist nach einer Niederlage, aber ich muss meinen Spielern zu diesem Spiel gratulieren", sagte der Spanier. Der 72-Jährige will nun gewinnen, um ein viertes Spiel in Berlin zu erzwingen. "Ich hoffe, dass wir mit vollem Fokus spielen", sagte er.