Verkehr

Neue Schnellstraße im Osten Berlins verzögert sich weiter

Berlin. Die geplante Schnellstraße Tangentialverbindung Ost in Berlin kommt noch später. Grund sind Verzögerungen bei der Planung. "Leider können wir die Planungen für den Senat im Rahmen der Tangentialverbindung Ost nicht durchführen", teilte eine Bahnsprecherin am Donnerstag auf Anfrage mit. "Aufgrund zahlreicher Schienenprojekte im Berliner Raum haben wir leider keine Planungskapazitäten mehr frei."

Vertreter der rot-rot-grünen Berliner Koalition macht das "wütend". Eine weitere Verzögerung von eineinhalb Jahren drohe, hieß es aus den Fraktionen. Die Bahn müsse ihre Zusage einhalten. Andernfalls könne vor 2021 kein Planfeststellungsverfahren mehr beginnen.

Über den Schnellstraßen-Lückenschluss entlang einer Bahnstrecke zwischen Märkischer Allee und Wuhlheide wird seit vielen Jahren diskutiert. Sie soll Wohngebiete vom Verkehr entlasten und Gewerbestandorte besser anbinden.

In seiner Zeit als Bausenator hatte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) noch einen Baubeginn für 2016 in Aussicht gestellt. Zuletzt strebte der Senat an, zumindest das Planfeststellungsverfahren Ende 2019 zu beginnen. Die CDU warf dem rot-rot-grünen Senat vor, den Bau hinauszuzögern.