Sie kommt aus Köln

Stephanie Otto soll neue Chefin der BSR werden

Nach Informationen der Morgenpost soll Stephanie Otto aus Köln neue Chefin des landeseigenen Entsorgungsbetriebes werden.

Mitarbeiter der BSR im Einsatz. (Archivbild)

Mitarbeiter der BSR im Einsatz. (Archivbild)

Foto: dpa Picture-Alliance / Paul Zinken / picture alliance / dpa

Berlin/Köln. Die Berliner Stadtreinigung soll weiter von einer Frau geführt werden. Nach Vera Gäde-Butzlaff und Tanja Wielgoß, die Anfang des Jahres zu Vattenfall wechselte, liegt dem Aufsichtsrat für seine Sitzung am Donnerstag wieder ein Vorschlag für eine weibliche Führungskraft vor. Nach Informationen der Morgenpost soll Stephanie Otto aus Köln neue Chefin des landeseigenen Entsorgungsbetriebes werden. Otto arbeitet laut ihres Profils bei „Linked In“ seit neun Jahren bei der AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH. Derzeit ist sie als Prokuristin und Bereichsleiterin für Vertrieb, Marketing, EDV und Organisation zuständig.

Die AWB sind wie die BSR ein städtisches Unternehmen. Sie reinigen die Straßen der rheinischen Metropole und sind mit der Entsorgung des Hausmülls der Kölner betraut. Die AWB betreiben auch eine Müllverbrennungsanlage. Nur die Dimensionen sind ein wenig kleiner als in Berlin. Die Kölner beschäftigen 1750 Mitarbeiter, bei der Berliner BSR würde Otto Chefin von 5400 Menschen. Auch bei der Farbgestaltung ihres neuen Arbeitgebers müsste sich die Managerin nicht umstellen. Wie die BSR nutzen auch die AWB die Signalfarbe Orange.

Studiert an der Henley Business School, gearbeitet bei RWE

Die Betriebswirtin Otto hat in England an der Henley Business School studiert und erste berufliche Erfahrungen beim Energieversorger RWE gesammelt. In einer Phase ihres Berufslebens war sie auch als Beraterin selbstständig. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben wird sein, die tiefen Gräben in der BSR-Belegschaft zuzuschütten. Und sie muss sich den ehrgeizigen Vorgaben des Abfallwirtschaftskonzeptes aus der Senatsumweltverwaltung stellen, das eine erhebliche Reduzierung der Müll-Menge vorsieht.