Berlin

Parkverbotskontrolle - Knapp 6500 Verstöße in fünf Tagen

Fünf Tage lang sah die Polizei beim Halten und Parken genau hin - und zog erneut eine ernüchternde Bilanz.

Ein Polizist weist einen Taxifahrer daraufhin, dass er nicht auf dem Fahrradschutzstreifen halten darf.

Ein Polizist weist einen Taxifahrer daraufhin, dass er nicht auf dem Fahrradschutzstreifen halten darf.

Foto: Annette Riedl / dpa

6484 Verstöße, so viele hat die Polizei in der vergangenen Woche bei ihrer gemeinsamen Aktion mit Ordnungsämtern und der BVG gegen verkehrswidriges Halten und Parken registriert. Dabei hatten die Kontrollen gerade einmal in 411 besonders belasteten Straßenzügen stattgefunden. Die Aktion hatte fünf Tage lang gedauert. 288-mal wurden Autos umgesetzt, wie die Polizei am Dienstag in ihrer Bilanz zu der Schwerpunktaktion mitteilte.

Besonders häufig parkten Autofahrer in zweiter Reihe (1046 Verstöße). Sechs Autos wurden umgesetzt. Dichtauf folgen die Schutzstreifen für Fahrradfahrer, die von Autofahrern als illegale Parkplätze genutzt werden. 27 Fahrzeuge mussten hier abgeschleppt werden. Platz 3 nehmen die Busspuren ein: 926 Anzeigen wurden hier gefertigt, 118 Fahrzeuge abgeschleppt. Auf Radwegen standen 258 (24 Umsetzungen), die sonstigen Halt- und Parkverstöße belaufen sich auf 113.

An der Schwerpunktaktion beteiligten sich nahezu alle Ordnungsämter, die Busspurbetreuerinnen und -betreuer der BVG, alle Polizeiabschnitte sowie die Fahrradstaffel der Polizei Berlin.

Kaum spürbares Unrechtsbewusstsein

Mit 1100 Autofahrern führte die Polizei Gespräche. Die Argumentation der Betroffenen war dabei immer gleich: Das Auto wurde nur kurz abgestellt, es herrsche Parkplatznot. „Das festgestellte Fehlverhalten wurde durch die Betroffenen … sehr häufig bagatellisiert und verharmlost“, so die Polizei in ihrer Bilanz. Und stellt erneut fest: „Ein spürbares Unrechtsbewusstsein war kaum wahrzunehmen.“