Museen

Grütters: Pro Monat ein Gratistag in Berliner Bundesmuseen

Das Gebäude der Alten Nationalgalerie in Mitte.

Das Gebäude der Alten Nationalgalerie in Mitte.

Foto: dpa

Berlin. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) will einem Bericht der "Berliner Morgenpost" zufolge einen Gratis-Besuch pro Monat in den Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Dazu gehören 15 Häuser, die dem Bund unterstellt sind, darunter die Museen auf der Museumsinsel oder der Hamburger Bahnhof. Hintergrund ist die Ankündigung von Kultursenator Klaus Lederer (Linke), die Berliner Landesmuseen einen Sonntag pro Monat ohne Eintritt zu öffnen. Grütters sagte der Zeitung (Sonntag), sollte das umgesetzt werden, zögen die Bundesmuseen "natürlich mit".

Auch im Deutschen Historischen Museum und im Jüdischen Museum soll nach dem Willen Grütters künftig nur noch die Sonderausstellungen Eintritt kosten. "Ich halte es für wichtig, dass der Staat gerade angesichts der Verwerfungen in der Gesellschaft ein attraktives Angebot macht, in dem sich die Menschen mit unserer Geschichte auseinandersetzen können." Sie wolle die Ideen im Haushaltsausschuss des Bundestags verhandeln und sei "sehr sicher", Erfolg zu haben.

Grütters' Ankündigung wird von der Zeitung auch als Reaktion auf die Entscheidung Berlins zum Humboldt-Forum verstanden. Dort sollte der Eintritt in die Dauerausstellungen eigentlich gratis sein. Dem hatte Lederer Ende Mai eine Absage erteilt, weil der Bund nicht für die Kompensierung aufkomme. Grütters widersprach dieser Angabe in der "Morgenpost".

Das Humboldt-Forum soll im neuen Berliner Schloss von Ende 2019 an als Museums- und Kulturzentrum schrittweise öffnen. Hauptnutzer wird die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, auch das Land Berlin und die Humboldt-Universität bekommen Ausstellungsflächen.