Kriminalität

Linksextremisten attackieren Reisebus mit Krebskranken

An der Köpenicker Straße wurde ein Bus mit Farbe beworfen. Der Protest sollte sich offenbar gegen die Immobilienbranche richten.

Polizeifahrzeuge mit Blaulicht

Polizeifahrzeuge mit Blaulicht

Foto: BM

Berlin. Am Donnerstag haben Vermummte einen Reisebus in Kreuzberg attackiert. Nach Informationen der Berliner Morgenpost galt die Attacke Teilnehmern eines Immobilien-Kongresses.

In dem attackierten Bus saßen aber völlig Unbeteiligte, die gerade auf dem Weg zu einer Veranstaltung an der Wilhelminenhofstraße nach Oberschöneweide waren. Bei den Insassen soll es sich nach Informationen dieser Zeitung um krebskranke Berliner gehandelt haben. Das Busunternehmen wollte das auf Nachfrage nicht bestätigen.

50 Personen mit Eiern beworfen

Der Fahrer war laut Polizei mit dem voll besetzten Bus auf der Köpenicker Straße zu einer Privatveranstaltung in Oberschöneweide unterwegs, als der Bus aus einer Gruppe von etwa 50 Personen heraus mit Eiern, Tomaten und Farbbechern beworfen wurde.

Der Busfahrer soll angehalten haben und ausgestiegen sein, um einen schwarz vermummten Farbbecher-Werfer zu stellen, heißt es im Polizeibericht. Dieser flüchtete Zeugenaussagen zufolge in Richtung Eisenbahnstraße. Anschließend lief die Gruppe auf ein Gelände in der Köpenicker Straße, wo zu dieser Zeit eine Veranstaltung des Immobilienverbandes Deutschland stattfand. Viele Reisebusse mit Teilnehmern trafen dort ein.

Handy aus der Hand geschlagen

Vor dem Eingang skandierten die Personen Parolen und zeigten ein Transparent. Einem Gast, der die Aktion filmte, schlug ein Demonstrant das Handy aus der Hand.

Die Gäste der Veranstaltung flüchteten in das Veranstaltungsgebäude und schlossen sich ein. Nachdem die Demonstranten mehrfach gegen die Eingangstür getreten hatten, flüchteten sie vor Eintreffen der alarmierten Einsatzkräfte unerkannt.

Verletzt wurde niemand. Der Polizeiliche Staatsschutz hat aufgrund des Angriffs Strafermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs, gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie Sachbeschädigung eingeleitet.