Kommentar

Gemeinsam ist man stärker

In der Großstadt mit mehr als 3,6 Millionen Einwohnern sind Einrichtungen, die den Austausch zwischen den Menschen fördern, wichtig.

Gudrun Mallwitz

Gudrun Mallwitz

Foto: bm

Das Familien- und Nachbarschaftszentrum „Kiezoase“ an der Barbarossastraße mit seinen vielseitigen Angeboten ist aus dem Schöneberger Norden nicht mehr wegzudenken. In Friedenau engagieren sich im Nachbarschaftsheim Schöneberg Hunderte Menschen ehrenamtlich. Auch in anderen Bezirken finden Bürger solche Anlaufstellen, um sich zu informieren und zu vernetzen.

Gerade in einer wachsenden Großstadt wie Berlin mit ihren mehr als 3,6 Millionen Einwohnern sind Einrichtungen, die den Austausch zwischen den Menschen fördern, immens wichtig. Sie dienen als sozialer Kitt.

Natürlich, man kann sich auch über soziale Netzwerke im Internet mit der Nachbarschaft verknüpfen. Wer einen guten Hausarzt sucht, bekommt im Netz zahlreiche Ratschläge, oft dauert es nur wenige Minuten, bis Mitglieder einer Facebook-Gruppe bereitwillig die Frage beantworten, wo in der Nähe der beste Grieche zu finden ist. Auch digitale Tauschbörsen und Nachbarschaftsgruppen boomen. Dennoch: Das eine ersetzt das andere nicht. Selbst wenn keine aktuellen Zahlen vorliegen, ist davon auszugehen, dass sich auch in der Hauptstadt immer mehr Menschen ehrenamtlich einbringen. Anonymität ist out. Der Trend geht hin zur Gemeinschaft. Gemeinsam ist man stärker. Wie wunderbar, dass es dabei so gelungene Vorbilder wie die „Kiezoase“ .