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Auftakt zum Karneval der Kulturen: Erstmals Videoüberwachung

Trotz Regens nehmen Teilnehmer gutgelaunt am 22. Karneval der Kulturen am 04.06.2017 in Berlin teil.

Trotz Regens nehmen Teilnehmer gutgelaunt am 22. Karneval der Kulturen am 04.06.2017 in Berlin teil.

Foto: dpa

Berlin. Mit einem Straßenfest beginnt heute der internationale Karneval der Kulturen in Berlin. Die viertägige Veranstaltung lockte mit Bühnenprogrammen und Partys zuletzt gut eine Million Besucher an.

Auch bei dieser 24. Version gilt der Straßenumzug am Pfingstsonntag wieder als Höhepunkt. Dazu haben sich 74 Gruppen mit gut 4400 Teilnehmern angemeldet. Neben Tanz- und Musikensembles sind darunter auch etwa ein Dutzend Gruppen, die sich explizit politischen Themen wie Umwelt-, Frauen- oder Flüchtlingspolitik widmen.

Der riesige Erfolg ist auch das Problem des Karnevals der Kulturen: Das Straßenfest will sich in diesem Jahr aus Sicherheitsgründen erstmals selbst per Video überwachen. So sollen die Besuchermassen besser gelenkt werden. Dazu werden auch mehr Straßen in Kreuzberg abgesperrt, die im Notfall als Fluchtwege dienen sollen. Gleichzeitig wollen die Organisatoren für weniger Lärm und Müll sorgen. Akteure und Besucher sollen für die Bedürfnisse der Anwohner sensibilisiert werden.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen während des Karnevals der Kulturen die U-Bahn-Takte erhöhen. Die Linien U1 und U3 fahren diesen Freitag und Samstag bis 0.30 Uhr im 5-Minuten-Takt, in der Nacht zum Montag bis 2.00 Uhr. Die Züge der U6 werden am Festwochenende verlängert und verkehren zwischen Tempelhof und Kurt-Schuhmacher-Platz im 5-Minuten-Takt. In der Nacht von Sonntag auf Montag sollen allen U-Bahnlinien außer U4 und U55 durchgehend verkehren. Einige Buslinien werden umgeleitet oder verkürzt.