Veranstaltung

Hoffest von Michael Müller: Diese Promis feierten mit

Politiker und Prominente diskutieren auf dem Hoffest im und am Roten Rathaus über die aktuellen politischen Krisen.

Der Regierungschef und die Glücksbringer: Michael Müller (SPD) mit den Maskottchen der Berliner Profi-Sportvereine beim Hoffest.

Der Regierungschef und die Glücksbringer: Michael Müller (SPD) mit den Maskottchen der Berliner Profi-Sportvereine beim Hoffest.

Foto: DAVIDS/Sven Darmer

Dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) müsste eigentlich die Lust aufs Feiern vergangen sein. Bei der Europawahl fuhr die Berliner SPD ein Minus-Rekordergebnis ein. 14 Prozent der Wähler entschieden sich nur noch für die Sozialdemokraten. „Natürlich freue ich mich nicht über jedes Wahlergebnis“, sagte Müller dann auch am Dienstag bei der Eröffnung des Hoffestes im und am Roten Rathaus. „Ich weiß, dass manches in Berlin auch noch besser und schneller werden kann, wir erleben aber gemeinsam, dass sich die Stadt gut entwickelt hat.“ Berlin sei eine Stadt, in der man gut leben könne.

Bei strahlendem Sonnenschein waren 3800 Gäste gekommen. Neben dem amtierenden Regierenden Bürgermeister hatten auch seine drei Amtsvorgänger Klaus Wowereit (SPD), Eberhard Diepgen (CDU) und Walter Momper (SPD) zugesagt. Aus der Bundespolitik hatte sich Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) angemeldet. Außerdem gab es Zusagen aus 70 Botschaften und Konsulaten.

„Ganz besonders freuen wir uns auf Margot Friedländer“, sagte Senatssprecherin Claudia Sünder. Die Holocaust-Überlebende Friedländer (97) ist seit vergangenem Jahr Ehrenbürgerin Berlins. Auch Stars aus Kunst und Kultur waren auf dem Fest zahlreich vertreten. Fast schon Stammgast ist der Sänger Frank Zander. Aus dem Sport war der Chef von Alba Berlin, Marco Baldi, gekommen.

IHK-Präsidentin Beatrice Kramm war der Einladung gefolgt, wie auch Handwerkskammer-Präsidentin Carola Zarth, IBB-Chef Jürgen Allerkamp und BVG-Chefin Sigrid Nikutta. Die Voraussetzungen für interessante Gespräche und ein rauschendes Fest waren also gegeben, um Müllers Stimmung zu heben.

Lediglich der Bund der Steuerzahler zeigte sich am Dienstag als Spaßverderber. „Der Bund der Steuerzahler kritisiert die massive Ausweitung des Sponsorings für das Hoffest des Regierenden Bürgermeisters von Berlin durch landeseigene Unternehmen“, hieß es in einer Mitteilung. Mit mindestens 174.000 Euro Förderung von Landesunternehmen sei das Event das teuerste Hoffest der Geschichte, kritisierte der Steuerzahlerbund.