Innere Sicherheit

Polizei und Bundeswehr üben Einsätze

Lehnin. Rund 400 Einsatzkräfte von Polizei und Bundeswehr haben länderübergreifend einen Katastrophen- und Anti-Terror-Einsatz geübt. Der Schwerpunkt der zweitägigen, großangelegten Simulation lag auf dem Brandenburger Truppenübungsplatz Lehnin südwestlich von Berlin. Hier spielten Soldaten und Polizeikräfte am Dienstag zum Abschluss der Übung unter anderem ein gemeinsames Vorgehen gegen terroristische Geiselnehmer sowie die Sicherung eines Regierungsgebäudes durch.

Das Szenario der Übung, an der sich Polizeikräfte und Bundeswehr aus Berlin, Brandenburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern beteiligten, war allerdings weit breiter gefasst. Simuliert wurde eine bundesweiten Sturm- und Hochwasserkatastrophe, die viele Kräfte bindet und von Terroristen obendrein für Anschläge genutzt wird.

Da Polizeikräfte und andere Sicherheitsbehörden dabei enorm belastet wären, wurde die Bundeswehr zur Gefahrenabwehr herangezogen. Das Grundgesetz erlaubt Einsätze der Bundeswehr innerhalb Deutschlands nur in engen Grenzen, etwa bei Naturkatastrophen oder zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bund oder ein Bundesland.