Verkehr

Innensenator: E-Tretroller bringen hohes Konfliktpotenzial

Ein E-Scooter.

Ein E-Scooter.

Foto: dpa

Berlin. Knapp zwei Wochen vor der geplanten Erlaubnis für Elektro-Tretroller rechnet der Senat dadurch mit neuen Problemen im Straßenverkehr. "Das dürfte ein hohes Konfliktpotenzial sein, das auf uns zukommt", sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Zwar sehe die Regelung vor, dass die Roller auf der Straße und auf Radwegen, nicht aber auf Gehwegen fahren dürften. Daran dürften sich aber nicht alle Rollerfahrer halten, sagte Geisel. "Zwischen Festlegung und Realität werden gewisse Unterschiede feststellbar sein."

Geisel beklagte, dass das Klima im Berliner Straßenverkehr "in den letzten Jahren insgesamt angespannter" geworden sei. Es gebe mehr Konflikte und mehr Aggressivität. Daher kontrolliere die Polizei intensiver und überwache den Verkehr stärker.

Die Regierungsfraktionen von SPD, Linken und Grünen hatten moniert, dass viele Raser und Rotlicht-Sünder nicht erwischt würden. Daher sollten besonders mobile Blitzgeräte häufiger eingesetzt und mehr Blitzer an Ampeln eingebaut werden, hieß es in einem Papier.

Weil Berlin in den vergangenen Jahren um fast 400 000 Einwohner wuchs, wurde auch der Straßenverkehr dichter. Die Zahl der Unfälle stieg im Vergleich zur Einwohnerzahl allerdings nicht entsprechend, sondern wuchs deutlich langsamer.