Kontrollen

Polizei und BVG kontrollieren Falschparker massiv

Bis Freitag werden Falschparker von der Polizei und den Verkehrsbetrieben bei gemeinsamer Aktion verstärkt kontrolliert und bestraft.

BVG und Polizei gehen gemeinsam gegen Falschparker vor.

BVG und Polizei gehen gemeinsam gegen Falschparker vor.

Foto: jörg Krauthöfer

Berlin. Der Bus kann nicht an der Haltestelle halten, weil dort ein Auto steht. Oder man fährt mit seinem Fahrrad auf dem Radweg und muss plötzlich auf die Autofahrbahn ausweichen, weil ein Pkw auf dem Radstreifen parkt – wer kennt das nicht?

Genau gegen solche Falschparker gehen ab diesen Montag die Berliner Polizei und die Verkehrsbetriebe (BVG) gemeinsam vor. Auch Zweite-Reihe-Parker sollen in der gemeinsamen Aktion verstärkt überführt werden. Die Schwerpunktkontrollen werden bis zum Ende der Woche andauern.

2018 wurden 7500 Falschparker bestraft

Laut Polizei soll die Aktion zu einer Steigerung der Verkehrssicherheit beitragen. Kontrolliert werden Straßen in ganz Berlin, die besonders häufig von Fahrzeugen blockiert werden, teilte die Polizei mit. Und davon gibt es nicht zu wenige. Das belegen Zahlen über Verkehrsverstöße der Polizei aus dem vergangenem Jahr: Insgesamt 43.646 Halt- und Parkverstöße auf Radschutzstreifen und Radwegen wurden 2018 angezeigt. Auf Busspuren waren es 26.569. Für Parken in der zweiten Reihe gab es 60.940 Anzeigen. Bei einer vergleichbaren fünftägigen Verkehrssicherheitsaktion im Oktober vergangenen Jahres wurden 7.515 Falschparker bestraft. Die Polizei ließ 370 Fahrzeuge kostenpflichtig umsetzen.

Verwarnungen und Bußgeld

An der Schlüterstraße beispielsweise begannen die Kontrollen gegen 10.30 Uhr. Innerhalb kürzester Zeit wurde rund ein Dutzend verwarnt. Das erste Bußgeld bekam ein Autofahrer, weil er auf dem Radweg hielt. 30 Euro wurden hier fällig. „Ansonsten ist es heute aber bisher viel ruhiger als im letzten Jahr, sagte Oliver Jäckel, der Polizeiführer des Einsatzes.

Die BVG beteiligt sich an der Aktion, da insbesondere Busfahrern oft falsch abgestellte Autos die Fahrten erschweren. Seit 2018 dürfen BVG-Mitarbeiter bereits selbst Knöllchen an Falschparker verteilen, die Bushaltestellen, Straßenbahngleise oder Sonderfahrstreifen blockieren. Bis dato konnten sie dafür nur die Polizei herbeirufen.

Fahrradstaffel erweitert Einsatzgebiet

Wie die Polizei am Montag zudem mitteilte, hat die Fahrradstaffel ihr Einsatzgebiet erweitert. Zusätzlich zu Mitte ist sie jetzt auch in Friedrichshain-Kreuzberg unterwegs.

Bisher gehören 20 Polizisten zu der Radstaffel, die vor fünf Jahren ihre Arbeit begann. Wie viele Polizisten es künftig sein werden, wurde noch nicht mitgeteilt.

Die Polizisten auf Fahrrädern kümmern sich vor allem um Autofahrer und Radler, die sich im Straßenverkehr daneben benehmen, also falsch abbiegen, falsch parken, rücksichtslos oder ohne Licht fahren und rote Ampeln ignorieren.

Seit ihrem Bestehen stellte die Fahrradstaffel Zehntausende Verkehrsordnungswidrigkeiten fest. 2015 wurden rund 14.000 Anzeigen aufgenommen, 2016 etwa 23.000 und 2017 knapp 20.000.

Die Staffel war 2014 als Modellversuch in Berlin-Mitte zwischen Alexanderplatz und Regierungsviertel eingesetzt worden. Eine Auswertung des Versuchs zeigte positive Ergebnisse wie einen Rückgang von Unfällen.

Am Montag twitterte die Polizei dann auch erste Einsätze der „FaSta“: