Europawahl

Bußgeld droht: Dutzende Wahlhelfer kommen in Pankow nicht

In Pankow sind 40 Wahlhelfer nicht gekommen. 16 Personen haben sich krank gemeldet. Der Rest gab keinen Grund an.

In einem Wahllokal gibt eine Wählerin ihre Stimme für die Europawahl ab. (Symbolbild)

In einem Wahllokal gibt eine Wählerin ihre Stimme für die Europawahl ab. (Symbolbild)

Foto: Bernd Wüstneck / dpa

In Pankow, dem größten Wahlbezirk der Hauptstadt, hat es am Sonntagmorgen rund 40 Ausfälle bei den Europawahl-Helfern gegeben. „16 Helfer haben sich krank gemeldet, aber 23 sind ganz ohne Entschuldigung ausgeblieben“, berichtete Bezirkswahlleiterin Christine Ruflett am Mittag.

Rund 3000 Wahlhelfer im Einsatz

Die Zahl der unentschuldigt Fehlenden steige wieder leicht an, beklagte sie. Die Betreffenden müssten nun unter Umständen mit einem Bußgeld rechnen. Geert Baasen von der Geschäftsstelle der Landeswahlleiterin sagt dazu: Bei einem Krankheitsfall wird kein Bußgeld verhängt - nur bei unentschuldigten Fehlen. Ausgefallene Wahlhelfer müssen dazu glaubhaft machen, dass sie krankheitsbedingt fehlen. Im Zweifelsfall wird ein Attest verlangt. Zur Höhe eines möglichen Bußgelds hat Baasen keine Informationen.

Aus der Reserve konnten jedoch 31 Wahlhelfer prompt nachbesetzt werden, so dass es zu keinerlei Problemen gekommen sei. Inklusive Briefwahl-Auszählung und Reserve sind in Pankow rund 3000 Wahlhelfer im Einsatz.

Abgeordnetenwahl 2006: 300 Wahlhelfer fehlten

In dem Bezirk hatte es im Jahr 2006 bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus einen Skandal gegeben, als von den 3000 avisierten Helfern am Wahltag fast 300 nicht im Wahllokal erschienen waren. Damals waren die hohe Zahl an Zwangsverpflichtungen für den Helferdienst, aber auch Pannen bei der Wahlvorbereitung dafür verantwortlich gemacht worden.